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Warten oder erwarten, anfangen oder beginnen, sinken oder senken?

Vergleiche deutsche Verben für Warten, Anfang, Ende und Veränderungen. Mit Objektmustern, Formen und Übungen.

Alle deutschen Wortvergleiche

Warten, erwarten oder abwarten: Zeit verstreichen lassen oder etwas erwarten?

Warten bezeichnet das Warten; erwarten häufig eine Erwartung oder eine bevorstehende Ankunft; abwarten betont, dass man erst handelt, wenn etwas geschieht oder klar wird. Nach warten steht auf mit Akkusativ, nach erwarten und abwarten normalerweise ein direktes Akkusativobjekt.

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
wartenwartenein Bus; die Ankunft einer Personwarten auf + Akkusativ
erwartenmit etwas rechnen; erwartenein erwartetes Ergebnis oder Besuchdirektes Akkusativobjekt
abwartenabwarten; erst später entscheidenein Ergebnis vor einer Entscheidungtrennbar; häufig direktes Akkusativobjekt

warten

Bedeutung und Verwendung: Warten bedeutet, Zeit verstreichen zu lassen, bis eine Person, ein Ereignis oder eine Gelegenheit eintritt. Bei bekanntem Bezug kann es allein stehen. Ein bis-Satz nennt den Zeitpunkt, an dem das Warten endet. Eine gesonderte technische Bedeutung ist das Pflegen oder Instandhalten von Geräten.

Grammatik: Nicht trennbar; wartet–wartete–hat gewartet. Warten auf jemanden/etwas verlangt Akkusativ. Warten, bis … leitet einen Nebensatz mit dem finiten Verb am Ende ein.

Ich warte vor der Schule auf meine Tochter.

Ich bleibe vor der Schule, bis meine Tochter kommt.

erwarten

Bedeutung und Verwendung: Erwarten kann bedeuten, mit einem Ereignis zu rechnen, einen bestimmten Verhaltensstandard zu verlangen oder auf angekündigten Besuch eingestellt zu sein. Es bedeutet nicht zwangsläufig, aktiv Zeit mit Warten zu verbringen. Ich erwarte eine Antwort kann eine Vermutung und die Forderung nach einer Antwort ausdrücken.

Grammatik: Untrennbares er-; erwartet–erwartete–hat erwartet. Jemanden/etwas erwarten; etwas von jemandem erwarten mit von + Dativ. Ein dass-Satz kann die erwartete Handlung nennen.

Wir erwarten morgen Besuch aus Hamburg.

Wir rechnen morgen mit Besuch aus Hamburg.

abwarten

Bedeutung und Verwendung: Abwarten heißt häufig, eine Zeit verstreichen zu lassen oder ein Ergebnis vor einer Entscheidung abzuwarten. Es deutet oft Geduld oder bewusste Zurückhaltung an. Es kann aber auch einfach das Warten auf jemanden bezeichnen; „erst sehen, was passiert“ ist eine hilfreiche Tendenz, nicht die einzige Bedeutung.

Grammatik: Trennbar: wartet ab–wartete ab–hat abgewartet. Einen Zeitpunkt oder ein Ergebnis abwarten; auch ohne Objekt. Abwarten, wie … leitet eine abhängige Frage ein.

Wir warten die Antwort der Schule ab, bevor wir buchen.

Bevor wir buchen, lassen wir die Schule erst antworten.

Überschneidungen und Kontext

Warten auf die Antwort und die Antwort abwarten können dieselbe Verzögerung beschreiben. Abwarten macht häufig die nächste Entscheidung relevant; erwarten betont eine Erwartung oder Forderung. Der Kontext kann wichtiger sein als diese Tendenzen. Erwartet ein Arzt einen Patienten, ist dieser angekündigt; wartet er auf ihn, steht das Warten im Vordergrund.

Häufige Fehler

  • Nicht: Ich warte dich. Richtig: Ich warte auf dich.
  • Nicht: Ich erwarte auf deine Antwort. Richtig: Ich erwarte deine Antwort.
  • Erwarten garantiert nicht, dass etwas sicher geschieht. Eine Erwartung kann falsch sein.

Merkhilfe: Warten: Zeit verstreicht. Erwarten: Du rechnest mit etwas. Abwarten: Ein Ergebnis vor dem nächsten Schritt eintreten lassen.

Probiere es aus

Ergänze: Bitte warte ___ den Bus.

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auf

Warten verwendet auf + Akkusativ für die Person oder Sache, auf die man wartet.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

kosten, ausgeben und verbringen: Bedeutung, Grammatik und Beispiele

Kosten beschreibt einen Preis oder benötigte Ressourcen. Ausgeben verwendet man, wenn jemand Geld bezahlt oder verbraucht. Verbringen beschreibt, wie jemand eine Zeitspanne nutzt. Beim Preis ist normalerweise die Sache das Subjekt. Eine Geldsumme ausgeben und ein Wochenende verbringen brauchen deshalb unterschiedliche Verben; frage zuerst, wer oder was im Mittelpunkt steht.

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
kosteneinen Preis haben; Aufwand verlangenPreise, Zeit und RessourcenSchwach: kostet, kostete, hat gekostet; kein trennbares Präfix. Die bepreiste Sache ist Subjekt, Betrag oder Ressource folgt. Zusätzlich kann eine Person im Akkusativ stehen: Das kostet mich Zeit.
ausgebenGeld bezahlen oder verbrauchenKäufe und BudgetsTrennbares aus-; stark: gibt aus, gab aus, hat ausgegeben. Geld/Betrag im Akkusativ; für mit Akkusativ nennt Kauf oder Zweck.
verbringeneine Zeitspanne nutzenTage, Abende, Urlaub, LebensabschnitteUntrennbares ver-; stark: verbringt, verbrachte, hat verbracht. Die Zeitspanne steht im Akkusativ; mit mit Dativ nennt Begleitung oder eine als Nomen bezeichnete Beschäftigung.

kosten

Bedeutung und Verwendung: Kosten bezeichnet, was eine Sache oder Tätigkeit an Geld, Zeit, Mühe oder anderen Ressourcen verlangt. Das kostet Zeit beschreibt einen Aufwand, nicht die Gestaltung eines Nachmittags. Ein anderes kosten bedeutet schmecken oder probieren und ist hier nicht gemeint.

Grammatik: Schwach: kostet, kostete, hat gekostet; kein trennbares Präfix. Die bepreiste Sache ist Subjekt, Betrag oder Ressource folgt. Zusätzlich kann eine Person im Akkusativ stehen: Das kostet mich Zeit.

Die Fahrkarte kostet acht Euro.

Der Preis der Fahrkarte beträgt acht Euro.

Die Suche kostet mich viel Zeit.

Für die Suche brauche ich viel Zeit.

ausgeben

Bedeutung und Verwendung: Ausgeben macht den Geld ausgebenden Menschen zum Subjekt. Für nennt den Zweck. Weitere Bedeutungen sind verteilen oder Dokumente ausstellen; Geld oder ein Betrag verdeutlicht die Ausgabenbedeutung.

Grammatik: Trennbares aus-; stark: gibt aus, gab aus, hat ausgegeben. Geld/Betrag im Akkusativ; für mit Akkusativ nennt Kauf oder Zweck.

Ich gebe zwanzig Euro für ein Wörterbuch aus.

Ich bezahle zwanzig Euro für ein Wörterbuch.

Wir haben dieses Jahr weniger Geld ausgegeben.

Unsere Geldausgaben waren dieses Jahr geringer.

verbringen

Bedeutung und Verwendung: Verbringen nennt eine Zeitspanne und oft Ort, Begleitung oder Beschäftigung, etwa einen Abend, ein Wochenende oder Stunden. Auch eine formelle Bedeutung von Transportieren gibt es; sie macht Geld ausgeben jedoch nicht zu Geld verbringen.

Grammatik: Untrennbares ver-; stark: verbringt, verbrachte, hat verbracht. Die Zeitspanne steht im Akkusativ; mit mit Dativ nennt Begleitung oder eine als Nomen bezeichnete Beschäftigung.

Wir verbringen den Sonntag bei Freunden.

Am Sonntag sind wir bei Freunden.

Sie verbringt den Abend mit Lesen.

Am Abend beschäftigt sie sich mit Lesen.

Überschneidungen und Kontext

Die Fahrt kostet mich zwei Stunden betont den nötigen Zeitaufwand; Ich verbringe zwei Stunden im Zug beschreibt, was ich in dieser Zeit tue. Beides kann dieselbe Fahrt bezeichnen. Nicht das Wort Stunden allein, sondern die Aussage entscheidet.

Häufige Fehler

  • Für Geld ausgeben heißt es nicht Ich verbringe Geld.
  • Ich koste zehn Euro würde dir einen Preis zuweisen, statt deine Zahlung zu beschreiben.

Merkhilfe: Eine Sache kostet; ein Mensch gibt Geld aus oder verbringt Zeit. Notiere je einen Satz zu Geld und Zeit.

Probiere es aus

Ergänze: Ich ___ meinen Urlaub in Hamburg.

Antwort anzeigen

verbringe

Meinen Urlaub bezeichnet eine Zeitspanne; Hamburg den Ort.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

Sinken oder senken: niedriger werden oder etwas niedriger machen?

Sinken beschreibt das Hinabgehen oder Niedrigerwerden. Senken nennt meist die Ursache dafür: Die Preise sinken, die Firma senkt die Preise. Sinken ist in diesen Bedeutungen stark und ohne direktes Objekt; senken ist schwach mit Akkusativobjekt. Sich senken existiert ebenfalls und ergänzt diese Grundunterscheidung.

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
sinkenhinabgehen; abnehmenPreis, Niveau, Temperatursank, ist gesunken; kein direktes Objekt
senkenniedriger machen; reduzierenUrsache verringert Preis oder Niveausenkte, hat gesenkt; Akkusativobjekt

sinken

Bedeutung und Verwendung: Sinken nennt Schiff, Temperatur, Preis oder Nachfrage als etwas, das niedriger wird. Die Ursache wird nicht zum Subjekt gemacht. Eine reale äußere Ursache kann dennoch bestehen; ohne Objekt bedeutet nicht ohne Ursache.

Grammatik: Stark: sinkt, sank, ist gesunken. Das Sinkende steht als Subjekt im Nominativ. Um + Akkusativ nennt den Betrag, auf + Akkusativ den Endwert. Kein direktes Akkusativobjekt für die gesenkte Sache.

Die Temperatur ist in der Nacht gesunken.

In der Nacht wurde es kälter.

Der Preis sank auf zwanzig Euro.

Der Preis lag nach dem Rückgang bei zwanzig Euro.

Der Verbrauch sinkt um zehn Prozent.

Der Verbrauch wird um zehn Prozent geringer.

senken

Bedeutung und Verwendung: Senken macht die Ursache oder handelnde Person zum Subjekt. Unternehmen senken Preise, Trockenheit den Wasserstand. Die Ursache muss weder menschlich noch absichtlich sein. Sich senken beschreibt ein Absinken, etwa von Boden oder Wasserstand.

Grammatik: Schwach: senkt, senkte, hat gesenkt. Sache im Akkusativ: den Preis senken. In Der Boden senkt sich ist sich reflexiv. Um nennt den Rückgangsbetrag, auf den Endwert.

Die Firma senkt den Preis auf zwanzig Euro.

Die Firma setzt den Preis auf zwanzig Euro herab.

Die Trockenheit hat den Wasserstand gesenkt.

Durch die Trockenheit wurde der Wasserstand niedriger.

Der Boden hat sich an dieser Stelle gesenkt.

An dieser Stelle ist der Boden abgesackt.

Überschneidungen und Kontext

Der Preis ist gesunken und Die Firma hat den Preis gesenkt können denselben Rückgang nennen, aber nur der zweite Satz macht die Ursache zum Subjekt. Reflexives senken kann Niedrigerwerden ausdrücken, erlaubt aber nicht Die Firma sinkt den Preis. Satzrollen und Verbform prüfen.

Häufige Fehler

  • Die Firma senkt die Kosten, nicht sinkt.
  • Ist gesunken und hat gesenkt auseinanderhalten.
  • Um zehn Euro ist der Unterschied, auf zehn Euro der neue Wert.

Merkhilfe: Das Niveau sinkt als Subjekt; jemand senkt es als Objekt. Sich senken zusätzlich für Absacken merken.

Probiere es aus

Ergänze: Die Kosten ___, weil wir den Energieverbrauch ___.

Antwort anzeigen

sinken; senken

Die Kosten sind Subjekt des Rückgangs. Wir reduzieren den Energieverbrauch als Akkusativobjekt.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

Steigen oder steigern? Ein Wert wächst oder jemand erhöht ihn

Steigen beschreibt, dass etwas höher wird: Der Preis ist Subjekt. Steigern beschreibt, dass jemand etwas erhöht: Eine Firma steigert die Produktion, die als Objekt steht. Steigern kann auch reflexiv sein, wenn etwas intensiver wird oder jemand seine Leistung verbessert. Beide betreffen eine Zunahme, ordnen die Beteiligten aber anders im Satz an.

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
steigenzunehmen; höher werdenPreise, Temperaturen, WerteIntransitiv; stieg, ist gestiegen
steigernetwas erhöhen; intensiver werdenProduktion, Einsatz, LeistungTransitiv oder reflexiv; hat gesteigert

steigen

Bedeutung und Verwendung: Bei Preisen, Temperaturen und anderen Werten sagt steigen, dass das Niveau höher wird. Eine verursachende Person muss nicht genannt werden. Das Verb bezeichnet auch körperliche Bewegung nach oben; hier liegt der Schwerpunkt auf Veränderungen einer Menge oder eines Niveaus.

Grammatik: Unregelmäßig und in der Zunahme-Bedeutung intransitiv: steigt, stieg, ist gestiegen. Das Zunehmende ist Subjekt, kein Akkusativobjekt. Auf mit Akkusativ nennt den neuen Wert, um mit Akkusativ die Größe der Zunahme.

Die Nachfrage ist im Sommer gestiegen.

Im Sommer war die Nachfrage größer geworden.

Die Temperatur steigt auf zwanzig Grad.

Die Temperatur wird höher und erreicht zwanzig Grad.

steigern

Bedeutung und Verwendung: Das Verb passt, wenn jemand eine Menge, Intensität oder Leistung erhöht. Reflexiv können Gefühle oder Intensität wachsen und Personen ihre Leistung verbessern. Deshalb ist die Regel falsch, steigern habe immer ein eigenes, nicht reflexives Objekt.

Grammatik: Regelmäßig: steigert, steigerte, hat gesteigert. Etwas steigern hat Akkusativobjekt; sich steigern ein Reflexivpronomen im Akkusativ. Beide sind nicht trennbar. Eine um-Gruppe kann den Betrag einer Zunahme nennen.

Das Unternehmen steigert seine Produktion.

Die Firma erhöht ihre Produktion.

Die Läuferin hat sich im zweiten Rennen gesteigert.

Im zweiten Rennen zeigte die Läuferin eine bessere Leistung.

Überschneidungen und Kontext

Die Produktion steigt und das Unternehmen steigert die Produktion können dieselbe Entwicklung beschreiben. Der erste Satz stellt die Veränderung in den Vordergrund, der zweite ihren Verursacher. Die Spannung steigt und die Spannung steigert sich überschneiden sich ebenfalls; reflexiv wird die Intensivierung hervorgehoben. Lies den ganzen Satz statt nur eine englische Übersetzung.

Häufige Fehler

  • Steigen bekommt kein direktes Objekt im Sinne des Erhöhens: die Firma steigert den Umsatz.
  • Mit gestiegen steht sein, mit gesteigert haben.
  • Auf nennt den neuen Wert, um den Unterschied zwischen altem und neuem Wert.

Merkhilfe: Ein Wert steigt; jemand steigert einen Wert; eine Leistung kann sich steigern.

Probiere es aus

Ergänze mit steigen oder steigern: Die Firma möchte ihre Produktion ___.

Antwort anzeigen

steigern

Die Firma erhöht die Produktion als Akkusativobjekt. Bei steigen wäre die Produktion Subjekt: Die Produktion steigt.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

Beginnen, anfangen oder starten? Drei Verben für einen Anfang

Beginnen und anfangen beschreiben häufig beide den Anfang einer Tätigkeit oder eines Ereignisses. Beginnen ist in neutralen und formellen Texten üblich, anfangen besonders häufig im Gespräch. Starten passt gut zum Loslegen, Ingangsetzen oder Aufbrechen. Das sind Vorlieben je nach Kontext, keine drei getrennten Arten von Anfang.

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
beginnenbeginnenTätigkeiten, Ereignisse, Prozessebeginnt, begann, hat begonnen
anfangenanfangen; loslegenAlltägliche Aktivitäten und EreignisseTrennbar: fängt an, fing an, hat angefangen
startenstarten; in Gang setzen; aufbrechenProjekte, Motoren, Reisenstartet, startete; hat oder ist gestartet

beginnen

Bedeutung und Verwendung: Das Verb passt zum Anfang einer Besprechung, Jahreszeit, Tätigkeit oder eines Prozesses. Es kann ein Objekt haben; das Ereignis kann auch selbst Subjekt sein. Es ist nicht auf geplante oder formelle Ereignisse beschränkt.

Grammatik: Unregelmäßig und nicht trennbar: beginnt, begann, hat begonnen. Häufig sind etwas beginnen, mit und Dativ beginnen sowie beginnen, etwas zu tun.

Die Besprechung beginnt um neun.

Die Besprechung fängt um neun Uhr an.

Wir beginnen mit einer kurzen Wiederholung.

Als Erstes machen wir eine kurze Wiederholung.

anfangen

Bedeutung und Verwendung: Anfangen ist eine gewöhnliche Wahl, wenn jemand mit einer Tätigkeit loslegt. Auch Ereignisse können anfangen; eine bewusste Handlung einer Person ist nicht erforderlich.

Grammatik: Unregelmäßig und trennbar: fängt an, fing an, hat angefangen. Möglich sind mit und Dativ oder ein zu-Infinitiv; etwas anfangen passt in geeigneten Zusammenhängen.

Ich fange heute an, Deutsch zu lernen.

Ab heute lerne ich Deutsch.

Wann fängt der Film an?

Um welche Zeit beginnt der Film?

starten

Bedeutung und Verwendung: Starten betrifft einen Motor, ein neues Projekt oder das Aufbrechen eines Fahrzeugs beziehungsweise Reisenden. Bei Kursankündigungen und ähnlichen Tätigkeiten überschneidet es sich auch mit beginnen.

Grammatik: Regelmäßig. Transitiv meist mit haben: sie hat den Motor gestartet. Beim intransitiven Aufbrechen oder Abheben häufig sein: das Flugzeug ist gestartet. Die Konstruktion bestimmt das Hilfsverb.

Sie startet ein neues Projekt.

Sie beginnt ein neues Projekt.

Das Flugzeug ist pünktlich gestartet.

Das Flugzeug ist zur geplanten Zeit abgehoben.

Überschneidungen und Kontext

Der Kurs beginnt, fängt an und startet können alle in einer Kursankündigung passen. Register und beabsichtigte Betonung beeinflussen die Wahl. Beginnen klingt unter Umständen förmlicher, starten hebt einen Auftakt hervor. Erfinde keine Regel, nach der nur ein Verb für Ereignisse, Personen oder neue Tätigkeiten erlaubt wäre.

Häufige Fehler

  • Anfangen wird getrennt: ich fange an, nicht ich anfange.
  • Nicht jedes Perfekt von starten steht mit sein. Einen Motor starten verwendet haben.
  • Wörterbuchsynonyme lassen sich nicht in jede Wendung übertragen, etwa mit etwas nichts anfangen können.

Merkhilfe: Beginnen und anfangen benennen einen Anfang; starten erinnert oft ans Ingangsetzen oder Aufbrechen.

Probiere es aus

Ergänze mit anfangen: Der Unterricht ___ in zehn Minuten ___.

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fängt … an

Das Verb ist trennbar; in der dritten Person Singular wird a zu ä: der Unterricht fängt an.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

enden, beenden und aufhören: Bedeutung, Grammatik und Beispiele

Enden beschreibt gewöhnlich das Ende eines Ereignisses: Der Kurs endet. Beenden nennt eine Person oder Ursache, die etwas zu Ende bringt: Die Lehrerin beendet den Kurs. Aufhören beschreibt das Aufhören eines Geschehens oder einer Tätigkeit. Enden hat normalerweise das Ereignis als Subjekt; beenden braucht das beendete Objekt. Aufhören ist besonders nützlich für laufende Tätigkeiten und Gewohnheiten.

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
endenzu Ende gehenEreignisse, Zeiträume, WegeSchwach: endet, endete, hat geendet; kein trennbares Präfix. In der behandelten Grundbedeutung ohne Objekt. Bei einem zeitlichen Ende kommt umgangssprachlich auch sein vor; haben ist die verlässliche allgemeine Form.
beendenzu Ende bringenEin Ereignis beenden oder eine Aufgabe abschließenUntrennbares be-; schwach: beendet, beendete, hat beendet. In dieser normalen Verwendung mit Akkusativobjekt: etwas beenden.
aufhörennicht weitermachen; aufhörenHandlungen, Gewohnheiten, VorgängeTrennbares auf-: hört auf, hörte auf, hat aufgehört. Mit mit Dativ, zu-Infinitiv oder ohne Ergänzung, wenn die Tätigkeit bekannt ist.

enden

Bedeutung und Verwendung: Enden benötigt keinen handelnden Verursacher. Sitzungen enden zu einer Uhrzeit, Wege an einer Grenze und Geschichten glücklich. Mit kann das abschließende Element nennen. Speziellere Verwendungen ändern nicht dieses Grundmuster.

Grammatik: Schwach: endet, endete, hat geendet; kein trennbares Präfix. In der behandelten Grundbedeutung ohne Objekt. Bei einem zeitlichen Ende kommt umgangssprachlich auch sein vor; haben ist die verlässliche allgemeine Form.

Der Workshop endet um sechzehn Uhr.

Der Workshop ist um sechzehn Uhr zu Ende.

Der Weg endet an einem See.

Der Weg führt bis zu einem See.

beenden

Bedeutung und Verwendung: Beenden betont die Person oder Ursache, die das Ende herbeiführt. Es kann erfolgreiche Fertigstellung oder einen vorzeitigen Abbruch meinen. Ein Gespräch beenden kann je nach Situation neutral, höflich oder abrupt wirken.

Grammatik: Untrennbares be-; schwach: beendet, beendete, hat beendet. In dieser normalen Verwendung mit Akkusativobjekt: etwas beenden.

Die Leiterin beendet die Sitzung.

Die Leiterin erklärt die Sitzung für abgeschlossen.

Wir haben die Arbeit früher als geplant beendet.

Unsere Arbeit war früher als geplant fertig.

aufhören

Bedeutung und Verwendung: Aufhören bedeutet nicht weitermachen. Ob eine Pause oder das dauerhafte Aufgeben einer Gewohnheit gemeint ist, zeigt der Kontext. Auch Regen oder Lärm kann aufhören. Die Tätigkeit steht nicht als bloßes Akkusativobjekt.

Grammatik: Trennbares auf-: hört auf, hörte auf, hat aufgehört. Mit mit Dativ, zu-Infinitiv oder ohne Ergänzung, wenn die Tätigkeit bekannt ist.

Ich höre jetzt auf zu lernen.

Ich lerne jetzt nicht weiter.

Sie hat mit dem Rauchen aufgehört.

Sie raucht nicht mehr.

Überschneidungen und Kontext

Der Lärm endet und Der Lärm hört auf bezeichnen beide ein Ende; die zweite Form ist eine natürliche Alltagswahl. Ich beende die Arbeit kann Fertigstellung oder Abbruch bedeuten. Ich höre auf zu arbeiten kann dagegen lediglich eine Pause meinen.

Häufige Fehler

  • Ohne ein verstandenes Objekt passt für Ich stoppe eher Ich höre auf als Ich beende.
  • Nach aufhören heißt es mit dem Lernen oder zu lernen, nicht bloß das Lernen.

Merkhilfe: Ein Ereignis endet; jemand beendet es; jemand hört mit einer Tätigkeit auf. Prüfe zuerst Subjekt und Objekt.

Probiere es aus

Ergänze: Der Film ___ um zehn Uhr.

Antwort anzeigen

endet

Der Film selbst ist das zu Ende gehende Ereignis; ein handelnder Verursacher wird nicht genannt.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

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