Denken, nachdenken, überdenken und bedenken
Denken ist das allgemeine Verb für geistige Tätigkeit. Nachdenken betont das Nachdenken über ein Thema. Überdenken bezeichnet sorgfältiges, oft erneutes Prüfen. Bedenken kann sorgfältiges Überlegen oder das Berücksichtigen eines Umstands bedeuten. Die Bedeutungen überschneiden sich, aber typische Satzmuster unterscheiden sich.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| denken | Gedanken haben; etwas glauben | Allgemeine Gedanken und Meinungen | An + Akkusativ; auch dass-Satz. |
| nachdenken | über etwas reflektieren | Eine Frage oder einen Vorschlag prüfen | Trennbar; über + Akkusativ. |
| überdenken | sorgfältig prüfen; erneut erwägen | Pläne und Entscheidungen | Untrennbar; Akkusativobjekt. |
| bedenken | überlegen; berücksichtigen | Wichtige Umstände | Untrennbar; Objekt oder dass-Satz. |
denken
Bedeutung und Verwendung: Denken umfasst geistige Tätigkeit und das Äußern einer Überzeugung. Denken an nennt eine Person oder Sache, die du im Kopf hast; denken, dass nennt deine Überzeugung. Du kannst damit auch eine Meinung zu einem Thema ausdrücken. Weil das Verb besonders allgemein ist, trägt die begleitende Wendung viel zur Bedeutung bei.
Grammatik: Unregelmäßig, untrennbar: denkt, dachte, hat gedacht. An + Akkusativ für den Gedanken an etwas; dass-Satz für eine Überzeugung.
Ich denke oft an meine erste Lehrerin.
Englische Übersetzung: I often think about my first teacher.
nachdenken
Bedeutung und Verwendung: Nachdenken beschreibt geistige Anstrengung bei einem Thema. Daraus muss weder eine Entscheidung noch eine andere Meinung entstehen. Das Thema folgt meist auf über. Das Verb passt, wenn du Zeit zum Überlegen brauchst. Es bedeutet nicht von sich aus erneut denken; dafür braucht es den Zusammenhang oder noch einmal.
Grammatik: Trennbar: denkt nach, dachte nach, hat nachgedacht. Über + Akkusativ; zu-Infinitiv nachzudenken.
Ich denke noch über deinen Vorschlag nach.
Englische Übersetzung: I am still thinking about your proposal.
überdenken
Bedeutung und Verwendung: Überdenken nimmt einen Plan, eine Entscheidung oder Situation direkt als Objekt einer sorgfältigen Prüfung. Es kommt oft beim Überprüfen einer Position vor, garantiert aber keine Änderung. Nach gründlichem Überdenken kann die ursprüngliche Entscheidung bestehen bleiben. Erneutes Prüfen ist also nicht dasselbe wie tatsächliches Ändern.
Grammatik: Untrennbar: überdenkt, überdachte, hat überdacht. Akkusativobjekt; zu-Infinitiv zu überdenken.
Wir müssen den Zeitplan noch einmal überdenken.
Englische Übersetzung: We need to reconsider the schedule.
bedenken
Bedeutung und Verwendung: Bedenken lenkt häufig auf einen Umstand, der die Entscheidung beeinflussen sollte. Es kann auch allgemeiner gründliches Überlegen bezeichnen. Bedenke, dass … fordert dazu auf, etwas zu berücksichtigen. Eine weitere Bedeutung betrifft das Zuwenden von etwas an eine Person; hier geht es um das geistige Überlegen.
Grammatik: Untrennbar: bedenkt, bedachte, hat bedacht. Akkusativobjekt oder dass-Satz; etwas zu bedenken geben ist eine feste Wendung.
Bedenke bitte, dass der Zug sonntags später fährt.
Englische Übersetzung: Please bear in mind that the train runs later on Sundays.
Überschneidungen und Kontext
Nachdenken, überdenken und bedenken können alle ernsthaftes Überlegen bezeichnen. Praktisch hilft das Satzmuster: über den Plan nachdenken, aber den Plan überdenken. Daraus folgt keine feste Rangfolge, wie tief jemand denkt.
Häufige Fehler
- Schreibe Ich denke darüber nach: Nach steht am Ende des einfachen Hauptsatzes.
- Überdenken trennt sich nicht: Ich überdenke den Plan, nicht Ich denke den Plan über.
- Bedenken heißt nicht bereuen. Einen riskanten Umstand kannst du berücksichtigen, ohne etwas zu bedauern.
Merkhilfe: An nennt den Gedankeninhalt; über … nach nennt das Thema. Überdenken und bedenken können ein direktes Objekt nehmen.
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Ergänze: Ich denke über die Entscheidung ___. Nach oder über?
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nach
Nachdenken ist trennbar und nimmt über als Themenpräposition. Nach steht am Satzende.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
glauben, meinen und vermuten: Bedeutung, Grammatik und Beispiele
Glauben drückt aus, was man für wahr hält. Meinen nennt oft eine Meinung, außerdem das Gemeinte oder die beabsichtigte Bezugnahme. Vermuten stellt eine Annahme dar, häufig aufgrund von Hinweisen. In Ich glaube/meine/vermute, dass … überschneiden sie sich. Eine feste Skala mit genauen Gewissheitsprozenten bilden sie nicht.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| glauben | für wahr halten | Aussage, Person oder Überzeugung | Schwach: glaubte, hat geglaubt. Jemandem glauben mit Dativ; etwas glauben mit Akkusativ. An mit Akkusativ. Im dass-Satz steht das finite Verb zuletzt. |
| meinen | eine Ansicht haben; etwas meinen | Meinung oder beabsichtigter Bezug | Schwach: meinte, hat gemeint. Gemeinte Person/Sache im Akkusativ. Mit mit Dativ nennt einen erklärten Ausdruck: Was meinst du mit diesem Ausdruck? Meinungen können im dass-Satz stehen. |
| vermuten | eine Annahme aufstellen | Erklärung, möglicherweise aufgrund von Hinweisen | Untrennbares ver-; vermutete, hat vermutet. Ein Akkusativobjekt kann die vermutete Ursache nennen; ein dass-Satz die vollständige Annahme. |
glauben
Bedeutung und Verwendung: Glauben akzeptiert eine Aussage oder hält etwas für wahrscheinlich. Es kann eine vorsichtige Gesprächsmeinung oder feste Überzeugung sein. An jemanden glauben bedeutet Vertrauen in die Person; jemandem glauben betrifft das Gesagte. Glauben an kann auch Existenzglauben ausdrücken.
Grammatik: Schwach: glaubte, hat geglaubt. Jemandem glauben mit Dativ; etwas glauben mit Akkusativ. An mit Akkusativ. Im dass-Satz steht das finite Verb zuletzt.
Ich glaube dir, aber ich möchte den Termin prüfen.
Ich halte deine Aussage für wahr, möchte aber den Termin kontrollieren.
Sie glaubt an ihre Idee.
Sie ist von ihrer Idee überzeugt.
meinen
Bedeutung und Verwendung: Meinen kann eine Meinung ausdrücken oder die beabsichtigte Bedeutung klären. Was meinst du? fragt nach einer Ansicht; Wen meinst du? nach der bezeichneten Person. Diese Bezugnahme lässt sich nicht einfach durch glauben ersetzen.
Grammatik: Schwach: meinte, hat gemeint. Gemeinte Person/Sache im Akkusativ. Mit mit Dativ nennt einen erklärten Ausdruck: Was meinst du mit diesem Ausdruck? Meinungen können im dass-Satz stehen.
Ich meine die blaue Tasche, nicht die schwarze.
Ich beziehe mich auf die blaue Tasche, nicht auf die schwarze.
Ich meine, dass wir früher anfangen sollten.
Meiner Ansicht nach sollten wir früher anfangen.
vermuten
Bedeutung und Verwendung: Vermuten schlägt eine Erklärung vor, ohne sie als feststehende Tatsache auszugeben. Hinweise können die Annahme stützen, aber das Verb garantiert weder sorgfältige Recherche noch Richtigkeit.
Grammatik: Untrennbares ver-; vermutete, hat vermutet. Ein Akkusativobjekt kann die vermutete Ursache nennen; ein dass-Satz die vollständige Annahme.
Ich vermute, dass der Zug verspätet ist.
Meine Annahme ist, dass der Zug verspätet ist.
Die Technikerin vermutet einen Fehler im Kabel.
Die Technikerin nimmt einen Kabelfehler als Ursache an.
Überschneidungen und Kontext
Bei Vorhersagen können alle passen: vermuten betont die Annahme, glauben ist breit alltagstauglich, meinen häufig die Ansicht. Ton, Belege und Lage bestimmen die Sicherheit. Ich meine den Eingang links bezeichnet dagegen den gemeinten Eingang; das ist Bezugnahme, kein Glauben oder Raten.
Häufige Fehler
- Ich glaube dir und Ich glaube an dich unterscheiden Aussagevertrauen und Vertrauen in die Person.
- Englisches mean wird nicht allgemein glauben.
- Vermuten ist nicht stets schwache Überzeugung; glauben nicht stets religiös.
Merkhilfe: Akzeptiere ich eine Aussage, äußere oder erkläre ich eine Ansicht, oder stelle ich eine Annahme auf? Der ganze Satz entscheidet.
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Du wirst gefragt, welchen Ordner du meinst: Ich ___ den Ordner auf dem Tisch.
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meine
Hier wird der beabsichtigte Bezug genannt; glaube und vermute drücken ihn in dieser Konstruktion nicht aus.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
Fallen, gefallen, auffallen und einfallen: vier verschiedene Bedeutungen
Fallen bedeutet, nach unten zu fallen; gefallen, jemanden positiv anzusprechen; auffallen, Aufmerksamkeit zu erregen oder bemerkt zu werden; einfallen kann bedeuten, jemandem in den Sinn zu kommen. Bei den letzten drei Alltagsbedeutungen steht die wahrnehmende Person im Dativ: mir gefällt …, mir fällt … auf und mir fällt … ein.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| fallen | fallen | ein Gegenstand fällt herunter | fällt–fiel–ist gefallen |
| gefallen | ansprechen; gemocht werden | jemand mag etwas | wahrnehmende Person im Dativ; hat gefallen |
| auffallen | Aufmerksamkeit erregen; bemerkt werden | eine auffällige Einzelheit | fällt … auf; ist aufgefallen |
| einfallen | in den Sinn kommen | eine Idee oder ein erinnerter Name | fällt … ein; ist eingefallen |
fallen
Bedeutung und Verwendung: Fallen bezeichnet das Herunterfallen oder den Verlust des Gleichgewichts. Auch Preise und Temperaturen können fallen. Das Partizip gefallen wird genauso geschrieben wie der gesonderte Infinitiv für eine positive Wirkung. Hilfsverb und Satzbau zeigen, welches Verb gemeint ist.
Grammatik: Nicht trennbar; fällt–fiel–ist gefallen. In der grundlegenden Fallbedeutung kein Akkusativobjekt. Eine Präposition kann das Ziel nennen.
Der Schlüssel ist hinter den Schrank gefallen.
Der Schlüssel fiel herunter und landete hinter dem Schrank.
gefallen
Bedeutung und Verwendung: Gefallen drückt eine positive Reaktion aus: Die Sache, die du magst, ist das Subjekt. Es kann auch um die Zufriedenheit mit einer Situation gehen. In Das gefällt mir nicht bist du trotz deiner Reaktion nicht das grammatische Subjekt.
Grammatik: Untrennbar; gefällt–gefiel–hat gefallen. Jemandem gefallen nennt die Person im Dativ. Das Verb richtet sich im Singular oder Plural nach der Sache, die gefällt.
Die Bilder gefallen mir, aber die Musik gefällt mir nicht.
Ich mag die Bilder, aber die Musik mag ich nicht.
auffallen
Bedeutung und Verwendung: Auffallen bezeichnet das Erregen von Aufmerksamkeit oder das Sichtbarwerden eines Details. Es kann für sich stehen oder die Person nennen, die etwas bemerkt. Das Verb sagt nicht, dass etwas schön ist oder Zustimmung findet.
Grammatik: Trennbar: fällt auf–fiel auf–ist aufgefallen. Jemandem auffallen mit Dativ. Ein dass-Satz kann die bemerkte Tatsache nennen.
Mir fällt auf, dass der Laden heute früher schließt.
Ich bemerke, dass der Laden heute früher schließt.
einfallen
Bedeutung und Verwendung: Einfallen bezeichnet eine Idee, Antwort oder Erinnerung, die in den Sinn kommt. Die Idee oder der Name ist das Subjekt; die erinnernde Person steht im Dativ. Andere Bedeutungen sind Einstürzen, Einmarschieren und plötzliches Eintreffen. Nicht jedes einfallen betrifft also das Denken.
Grammatik: Trennbar: fällt ein–fiel ein–ist eingefallen. Jemandem etwas einfallen: etwas ist das Subjekt im Nominativ, kein Akkusativobjekt.
Mir fällt der Name unseres neuen Nachbarn nicht ein.
Ich kann mich nicht an den Namen unseres neuen Nachbarn erinnern.
Überschneidungen und Kontext
Das Kleid gefällt mir bedeutet, dass ich es mag; das Kleid fällt mir auf, dass ich es bemerke. Keine Aussage schließt die andere ein. Die Vase ist gefallen beschreibt einen Sturz, die Vase hat mir gefallen eine positive Reaktion. Einfallen bezeichnet keine absichtliche Erfindung, sondern die Idee, die im Kopf auftaucht.
Häufige Fehler
- Nicht Ich gefalle die Bilder für eine positive Reaktion verwenden. Richtig: Die Bilder gefallen mir.
- Nicht: Mir habe eine Idee eingefallen. Richtig: Mir ist eine Idee eingefallen.
- Das gesonderte Verb gefallen erhält im Partizip kein zusätzliches ge-.
Merkhilfe: Herunterfallen; mir gefallen; mir auffallen; mir einfallen. Lerne jedes Verb mit einem vollständigen kurzen Satz.
Probiere es aus
Wähle das Hilfsverb: Die neue Wohnung ___ mir gut gefallen.
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hat
Gefallen bezeichnet hier eine positive Reaktion, keinen Sturz.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
weisen, beweisen, nachweisen und hinweisen: Bedeutung, Grammatik und Beispiele
Weisen zeigt eine Richtung, häufig in formelleren Wendungen. Beweisen belegt eine Aussage oder zeigt eine Eigenschaft. Nachweisen stellt etwas durch Belege, Unterlagen oder einen Nachweis im Test fest. Hinweisen lenkt die Aufmerksamkeit oder deutet auf etwas. Beweisen und nachweisen überschneiden sich; keines ist grundsätzlich stärker. Ein Warnschild kann auf Gefahr hinweisen, ohne einen bestimmten Unfall zu beweisen.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| weisen | zeigen; eine Richtung angeben | Schilder, Wege, formelle Wendungen | Stark: weist, wies, hat gewiesen; kein trennbares Präfix. Jemandem den Weg weisen: Person Dativ, Weg Akkusativ. Auf mit Akkusativ oder eine Richtungsgruppe nennt das Ziel. |
| beweisen | belegen; demonstrieren | Aussagen und Eigenschaften | Untrennbares be-; stark: beweist, bewies, hat bewiesen. Sache im Akkusativ; jemandem etwas beweisen ergänzt einen Dativempfänger. Auch ein dass-Satz kann die Aussage nennen. |
| nachweisen | belegen; dokumentieren; feststellen | Qualifikationen, Unterlagen, Testergebnisse | Trennbares nach-: weist nach, wies nach, hat nachgewiesen. Sache im Akkusativ; jemandem etwas nachweisen kann Dativ ergänzen. |
| hinweisen | aufmerksam machen; hindeuten | Information und mögliche Schlussfolgerungen | Trennbares hin-: weist hin, wies hin, hat hingewiesen. Auf etwas mit Akkusativ; jemanden auf etwas hinweisen ergänzt eine Person im Akkusativ. |
weisen
Bedeutung und Verwendung: Weisen zeigt einen Weg oder eine Richtung. Im Alltag ist zeigen ebenfalls üblich; jemandem den Weg weisen ist eine feste Verbindung. Es ist nicht das gewöhnliche Verb für einen sachlichen Beweis.
Grammatik: Stark: weist, wies, hat gewiesen; kein trennbares Präfix. Jemandem den Weg weisen: Person Dativ, Weg Akkusativ. Auf mit Akkusativ oder eine Richtungsgruppe nennt das Ziel.
Ein Schild weist auf den Ausgang.
Ein Schild zeigt in Richtung Ausgang.
beweisen
Bedeutung und Verwendung: Beweisen belegt die Wahrheit einer Aussage oder zeigt Geduld, Mut und andere Eigenschaften. Sich beweisen heißt die eigene Fähigkeit zeigen. Argumente, Beobachtungen und Dokumente sind möglich; Gericht oder Mathematik sind nicht erforderlich.
Grammatik: Untrennbares be-; stark: beweist, bewies, hat bewiesen. Sache im Akkusativ; jemandem etwas beweisen ergänzt einen Dativempfänger. Auch ein dass-Satz kann die Aussage nennen.
Diese Aufnahme beweist, dass sie dort war.
Die Aufnahme belegt, dass sie dort war.
nachweisen
Bedeutung und Verwendung: Nachweisen betont häufig eine erkennbare Beleggrundlage: Arbeitsunterlagen, ein Stoffnachweis im Test oder Beweise für ein Ereignis. Es überschneidet sich mit beweisen, hat aber typische Dokumentations- und Nachweisverwendungen.
Grammatik: Trennbares nach-: weist nach, wies nach, hat nachgewiesen. Sache im Akkusativ; jemandem etwas nachweisen kann Dativ ergänzen.
Sie muss ihre Berufserfahrung nachweisen.
Sie muss Belege für ihre Berufserfahrung vorlegen.
hinweisen
Bedeutung und Verwendung: Hinweisen lenkt Aufmerksamkeit auf eine Regel oder ein Risiko. Ein Zeichen oder Befund als Subjekt kann auf etwas hindeuten. Ein Hinweis muss die Sache nicht abschließend beweisen.
Grammatik: Trennbares hin-: weist hin, wies hin, hat hingewiesen. Auf etwas mit Akkusativ; jemanden auf etwas hinweisen ergänzt eine Person im Akkusativ.
Die E-Mail weist uns auf eine neue Frist hin.
Die E-Mail macht uns auf eine neue Frist aufmerksam.
Überschneidungen und Kontext
Beweisen und nachweisen können beide einen Sachverhalt abschließend feststellen. Dokumentation und Detektion sind hilfreiche Kontexte für nachweisen, kein Verbot für beweisen. Hinweisen kann schwächere Evidenz nennen, aber auch schlicht informieren. Die tatsächlichen Belege bestimmen die Sicherheit.
Häufige Fehler
- Weist gehört zu weisen, weiß zu wissen.
- Es heißt auf eine Änderung hinweisen; auf darf nicht fehlen.
Merkhilfe: Ein Schild weist, Belege beweisen, Unterlagen weisen nach, ein Hinweis macht aufmerksam. Lerne die vollständige Verbindung.
Probiere es aus
Ergänze: Die Lehrerin weist uns ___ den Fehler hin.
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auf
Jemanden auf etwas hinweisen verlangt auf mit Akkusativ.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
Testen, prüfen, überprüfen und kontrollieren
Testen stellt etwas auf die Probe. Prüfen untersucht Eignung, Anforderungen oder Richtigkeit. Überprüfen verifiziert oder bewertet erneut, ohne immer einen vorherigen Prüfakt vorauszusetzen. Kontrollieren heißt prüfen oder überwachen, auch beherrschen. Die Verben überschneiden sich deutlich; Aufgabe und Wortverbindung zählen mehr als exklusive Übersetzungen.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| testen | auf die Probe stellen | Leistung und Eignung | Testete; hat getestet. |
| prüfen | untersuchen; bewerten | Anforderungen, Unterlagen und Kandidaten | Prüfte; hat geprüft. |
| überprüfen | Richtigkeit prüfen; neu bewerten | Angaben, Funktion und Entscheidungen | Untrennbares über-; hat überprüft. |
| kontrollieren | überwachen; prüfen; beherrschen | Fahrkarten, Arbeit und Fahrzeuge | Partizip ohne ge-: kontrolliert. |
testen
Bedeutung und Verwendung: Testen passt, wenn ein Testverfahren oder praktischer Versuch wichtig ist. Produkte, Material und Fähigkeiten von Personen können getestet werden. Wenn du probierst, ob etwas für dich funktioniert, kann ausprobieren ebenfalls passen.
Grammatik: Schwach: testete, hat getestet. Getestetes im Akkusativ. Auf + Akkusativ kann eine Eigenschaft nennen: etwas auf seine Festigkeit testen.
Wir testen die neue App auf zwei Geräten.
Englische Übersetzung: We are testing the new app on two devices.
prüfen
Bedeutung und Verwendung: Prüfen untersucht Eignung, Richtigkeit oder die Erfüllung von Anforderungen. Auch Prüfer beurteilen damit Kandidaten. Eine Unterlage zu prüfen muss trotz des verwandten Worts Prüfung keine formelle Prüfung sein.
Grammatik: Schwach: prüfte, hat geprüft. Akkusativobjekt. Ein ob-Satz nennt die untersuchte Frage; das konjugierte Verb steht am Ende.
Bitte prüfen Sie, ob die Angaben vollständig sind.
Englische Übersetzung: Please check whether the information is complete.
überprüfen
Bedeutung und Verwendung: Überprüfen betrifft Gültigkeit, Funktion und Richtigkeit oder die erneute Betrachtung einer Position oder Entscheidung. Häufig klingt Verifikation oder Durchsicht an. Eine vorherige ausdrückliche Prüfung muss aber nicht genannt worden sein.
Grammatik: Untrennbares über-: überprüfte, hat überprüft ohne ge-. Akkusativobjekt; Frage- oder dass-Satz kann den geprüften Inhalt nennen.
Ich überprüfe die Adresse vor dem Versand.
Englische Übersetzung: I am checking the address before shipping.
kontrollieren
Bedeutung und Verwendung: Kontrollieren passt zu Überprüfung und Aufsicht, etwa Fahrkarten und Arbeit. Es kann außerdem Beherrschen oder Kontrolle behalten heißen. Die Behauptung, es könne nie dem englischen control entsprechen, ist falsch.
Grammatik: Schwaches -ieren-Verb: kontrollierte, hat kontrolliert ohne ge-. Kontrolliertes im Akkusativ. Auf + Akkusativ kann das Gesuchte nennen.
Die Mitarbeiterin kontrolliert die Fahrkarten.
Englische Übersetzung: The employee is checking the tickets.
Der Fahrer konnte das Auto noch kontrollieren.
Englische Übersetzung: The driver could still control the car.
Überschneidungen und Kontext
Eine Rechnung prüfen, überprüfen oder kontrollieren kann dieselbe Tätigkeit unterschiedlich gewichten. Testen passt besonders zu einer Funktionsprobe statt dem Bestätigen einer Zahl. Überprüfen verlangt nicht grundsätzlich zwei Durchgänge. Nenne die genaue Aufgabe: Richtigkeit, Versuch, Anforderungen oder Aufsicht.
Häufige Fehler
- Überprüfen trennt sich nicht: nicht Ich prüfe über.
- Getestet hat ge-, kontrolliert nicht: -ieren-Verben bilden kein ge-Partizip.
- Kontrollieren hat belegte Beherrschungs- und Steuerungsbedeutungen, nicht nur Prüfung.
Merkhilfe: Testen probiert aus; prüfen bewertet; überprüfen verifiziert; kontrollieren überwacht. Das sind Schwerpunkte mit Überschneidungen.
Probiere es aus
Vor dem Paketversand bestätigst du die Adresse. Nenne ein passendes Verb: Ich ___ die Adresse.
Antwort anzeigen
überprüfe; auch prüfe oder kontrolliere passt
Es geht um Verifikation. Mehrere Verben sind natürlich; der Satz hat keine einzige lexikalische Lösung. Teste bräuchte einen anderen Versuchskontext.
