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Bedeutung, Satzmuster und Beispiele
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| fallen | durch die eigene Schwere nach unten geraten | ein Gegenstand fällt herunter | fällt–fiel–ist gefallen |
| gefallen | ansprechen; gemocht werden | jemand mag etwas | wahrnehmende Person im Dativ; hat gefallen |
| auffallen | Aufmerksamkeit erregen; bemerkt werden | eine auffällige Einzelheit | fällt … auf; ist aufgefallen |
| einfallen | in den Sinn kommen | eine Idee oder ein erinnerter Name | fällt … ein; ist eingefallen |
fallen
Bedeutung und Verwendung: Fallen bezeichnet das Herunterfallen oder den Verlust des Gleichgewichts. Auch Preise und Temperaturen können fallen. Das Partizip gefallen wird genauso geschrieben wie der gesonderte Infinitiv für eine positive Wirkung. Hilfsverb und Satzbau zeigen, welches Verb gemeint ist.
Grammatik: Nicht trennbar; fällt–fiel–ist gefallen. In der grundlegenden Fallbedeutung kein Akkusativobjekt. Eine Präposition kann das Ziel nennen.
Der Schlüssel ist hinter den Schrank gefallen.
Der Schlüssel fiel herunter und landete hinter dem Schrank.
gefallen
Bedeutung und Verwendung: Gefallen drückt eine positive Reaktion aus: Die Sache, die du magst, ist das Subjekt. Es kann auch um die Zufriedenheit mit einer Situation gehen. In Das gefällt mir nicht bist du trotz deiner Reaktion nicht das grammatische Subjekt.
Grammatik: Untrennbar; gefällt–gefiel–hat gefallen. Jemandem gefallen nennt die Person im Dativ. Das Verb richtet sich im Singular oder Plural nach der Sache, die gefällt.
Die Bilder gefallen mir, aber die Musik gefällt mir nicht.
Ich mag die Bilder, aber die Musik mag ich nicht.
auffallen
Bedeutung und Verwendung: Auffallen bezeichnet das Erregen von Aufmerksamkeit oder das Sichtbarwerden eines Details. Es kann für sich stehen oder die Person nennen, die etwas bemerkt. Das Verb sagt nicht, dass etwas schön ist oder Zustimmung findet.
Grammatik: Trennbar: fällt auf–fiel auf–ist aufgefallen. Jemandem auffallen mit Dativ. Ein dass-Satz kann die bemerkte Tatsache nennen.
Mir fällt auf, dass der Laden heute früher schließt.
Ich bemerke, dass der Laden heute früher schließt.
einfallen
Bedeutung und Verwendung: Einfallen bezeichnet eine Idee, Antwort oder Erinnerung, die in den Sinn kommt. Die Idee oder der Name ist das Subjekt; die erinnernde Person steht im Dativ. Andere Bedeutungen sind Einstürzen, Einmarschieren und plötzliches Eintreffen. Nicht jedes einfallen betrifft also das Denken.
Grammatik: Trennbar: fällt ein–fiel ein–ist eingefallen. Jemandem etwas einfallen: etwas ist das Subjekt im Nominativ, kein Akkusativobjekt.
Mir fällt der Name unseres neuen Nachbarn nicht ein.
Ich kann mich nicht an den Namen unseres neuen Nachbarn erinnern.
Überschneidungen und Kontext
Das Kleid gefällt mir bedeutet, dass ich es mag; das Kleid fällt mir auf, dass ich es bemerke. Keine Aussage schließt die andere ein. Die Vase ist gefallen beschreibt einen Sturz, die Vase hat mir gefallen eine positive Reaktion. Einfallen bezeichnet keine absichtliche Erfindung, sondern die Idee, die im Kopf auftaucht.
Häufige Fehler
- Nicht Ich gefalle die Bilder für eine positive Reaktion verwenden. Richtig: Die Bilder gefallen mir.
- Nicht: Mir habe eine Idee eingefallen. Richtig: Mir ist eine Idee eingefallen.
- Das gesonderte Verb gefallen erhält im Partizip kein zusätzliches ge-.
Merkhilfe: Herunterfallen; mir gefallen; mir auffallen; mir einfallen. Lerne jedes Verb mit einem vollständigen kurzen Satz.
Probiere es aus
Wähle das Hilfsverb: Die neue Wohnung ___ mir gut gefallen.
Antwort anzeigen
hat
Gefallen bezeichnet hier eine positive Reaktion, keinen Sturz.
