Kaufen, verkaufen und einkaufen: Wer kauft und wer verkauft?
Kaufen bedeutet, etwas gegen Bezahlung zu erwerben; verkaufen, es gegen Bezahlung abzugeben. Einkaufen beschreibt meist die Einkaufsaktivität oder das Beschaffen von Vorräten und kann auch ein genanntes Objekt haben. Kaufen und einkaufen überschneiden sich, verkaufen wechselt dagegen von der Käufer- zur Verkäuferrolle. Grammatisch besonders wichtig: einkaufen ist trennbar, verkaufen untrennbar.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| kaufen | gegen Bezahlung erwerben | bestimmter Gegenstand oder Kauf | kaufte; hat gekauft |
| verkaufen | gegen Bezahlung abgeben | Eigentum gegen Geld übertragen | untrennbares ver-; hat verkauft |
| einkaufen | Einkäufe erledigen; Vorräte beschaffen | Lebensmittel, Besorgungen oder Beschaffung | trennbares ein-; hat eingekauft |
kaufen
Bedeutung und Verwendung: Kaufen passt, wenn der erworbene Gegenstand im Mittelpunkt steht: eine Fahrkarte, ein Laptop oder ein Geschenk. Das Verb kann auch den Ort regelmäßiger Käufe nennen, ohne einen bestimmten Gegenstand anzugeben. Im Präsens muss es keinen bereits abgeschlossenen Kauf bezeichnen.
Grammatik: Schwaches Verb: kauft, kaufte, hat gekauft. Der gekaufte Gegenstand steht im Akkusativ. Jemandem etwas kaufen hat einen Dativ für den Begünstigten. Für + Akkusativ kann Preis oder Begünstigten nennen; bei + Dativ den Verkäufer.
Ich kaufe meiner Schwester ein Buch.
Ich besorge meiner Schwester ein Buch gegen Bezahlung.
Wir haben die Fahrkarten online gekauft.
Wir haben unsere Fahrkarten im Internet gekauft.
verkaufen
Bedeutung und Verwendung: Verkaufen beschreibt den Vorgang aus Sicht des Verkäufers: Er übergibt einen Gegenstand gegen Bezahlung. Bei sich gut verkaufen ist das Subjekt ein Produkt mit gutem Absatz; das Produkt kauft dabei nichts.
Grammatik: Untrennbares ver-: verkauft, verkaufte, hat verkauft. Der Gegenstand ist Akkusativ; der Käufer kann Dativ oder an + Akkusativ sein. Im Partizip kein ge- einfügen.
Lea verkauft ihr altes Fahrrad an einen Nachbarn.
Lea gibt ihr bisheriges Fahrrad gegen Geld an einen Nachbarn ab.
Das neue Wörterbuch verkauft sich gut.
Viele Menschen kaufen das neue Wörterbuch.
einkaufen
Bedeutung und Verwendung: Einkaufen nennt die Einkaufsaktivität oder das Beschaffen von Vorräten. Ich gehe einkaufen lässt die gekauften Dinge offen; ich kaufe Lebensmittel ein nennt sie. Auch gewerbliche Beschaffung und weitere übertragene Verwendungen existieren. Das Verb ist nicht auf den Supermarktbesuch beschränkt.
Grammatik: Trennbares ein-: Ich kaufe ein; kaufte ein; hat eingekauft. Mit zu lautet der Infinitiv einzukaufen. Ein genanntes Objekt steht im Akkusativ.
Wir kaufen heute für die ganze Woche ein.
Heute besorgen wir unsere Einkäufe für die gesamte Woche.
Ich habe Gemüse und Reis eingekauft.
Ich habe Gemüse und Reis als Einkäufe besorgt.
Überschneidungen und Kontext
Ich kaufe Gemüse und ich kaufe Gemüse ein können denselben Kauf beschreiben. Der zweite Satz ordnet ihn dem Einkaufen oder Vorratsbeschaffen zu. Die Menge ist keine starre Grenze: Auch ein einzelner Gegenstand kann Teil eines Einkaufs sein, und kaufen kann viele Dinge betreffen. Verkäufer und Käufer können an derselben Transaktion beteiligt sein; verkaufen und kaufen weisen dem Subjekt unterschiedliche Rollen zu.
Häufige Fehler
- Nicht Ich einkaufe heute. Richtig: Ich kaufe heute ein.
- Nicht behaupten, einkaufen könne niemals ein Objekt haben.
- Im Perfekt hat verkauft, nicht hat geverkauft.
Merkhilfe: Folge dem Gegenstand: Der Käufer kauft, der Verkäufer verkauft. Ein ergänzt den Blick auf Einkauf oder Vorratsbeschaffung und steht im einfachen Hauptsatz getrennt.
Probiere es aus
Du hast den Vormittag mit Lebensmitteleinkäufen verbracht. Ergänze das Einkaufsverb: Ich habe heute Morgen ___.
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eingekauft
Einkaufen nennt die Tätigkeit ohne bestimmtes Objekt. Kaufen brauchte in diesem kurzen Satz normalerweise einen deutlicheren Kaufkontext; verkaufen würde einen Verkauf bezeichnen.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
Zahlen, bezahlen und zählen: Bezahlen ist nicht Zählen
Zahlen und bezahlen betreffen beide das Bezahlen. Bei zahlen steht häufig ein Betrag oder Preis; bei bezahlen häufiger eine Ware, Leistung oder bezahlte Person. Das sind nützliche Tendenzen, keine absoluten Regeln. Zählen mit ä bedeutet, eine Anzahl zu bestimmen, und hat weitere verwandte Bedeutungen.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| zahlen | einen Betrag zahlen | Preise, Miete, Steuern | Akkusativ möglich; hat gezahlt |
| bezahlen | Kosten begleichen; jemanden entlohnen | Rechnungen, Waren, Leistungen, Personen | Nicht trennbar; hat bezahlt |
| zählen | eine Anzahl feststellen; gelten | Gegenstände, Zahlen, Bedeutung | Akkusativ möglich; hat gezählt |
zahlen
Bedeutung und Verwendung: Ein Betrag oder Preis ist ein häufiges direktes Objekt. Das Verb passt auch zu Miete, Steuern und anderen regelmäßigen Zahlungen. Im Restaurant ist Bitte zahlen eine übliche Bitte, die Rechnung zu begleichen; der Betrag muss nicht genannt werden.
Grammatik: Ein Betrag oder eine Zahlung steht im Akkusativ: zwanzig Euro zahlen. Für und Akkusativ nennen den Zahlungszweck. Der Empfänger kann im Dativ oder mit an und Akkusativ stehen. Perfekt: hat gezahlt.
Für das Bahnticket habe ich achtzehn Euro gezahlt.
Das Zugticket hat mich achtzehn Euro gekostet, die ich gezahlt habe.
Wir möchten bitte zahlen.
Wir würden jetzt gern die Rechnung begleichen.
bezahlen
Bedeutung und Verwendung: Häufig geht es darum, die Kosten einer Ware oder Leistung zu begleichen oder jemanden für Arbeit zu entlohnen. Be- garantiert nicht, dass damit jede Zahlungspflicht vollständig erledigt ist.
Grammatik: Rechnung, Gegenstand oder bezahlte Arbeitskraft stehen im Akkusativ: die Rechnung bezahlen; den Handwerker bezahlen. Eine Person im Dativ kann Empfänger eines Betrags sein. Be- ist nicht trennbar; Perfekt: hat bezahlt.
Ich bezahle die Rechnung mit meiner Karte.
Ich begleiche die Rechnung per Kartenzahlung.
Die Firma bezahlt den Techniker für die zusätzliche Arbeit.
Für die Mehrarbeit erhält der Techniker Geld von der Firma.
zählen
Bedeutung und Verwendung: Hier wird eine Anzahl festgestellt, statt Geld zu übergeben. Zählen kann außerdem bedeuten, wichtig zu sein oder zu gelten. Auf jemanden zählen heißt, sich auf jemanden zu verlassen.
Grammatik: Gezählte Dinge stehen im Akkusativ: die Münzen zählen. Das Verb kann allein stehen, etwa beim Zählen bis zehn. Beim Sichverlassen gilt auf mit Akkusativ. Perfekt: hat gezählt.
Bevor ich bezahle, zähle ich meine Münzen.
Vor dem Bezahlen prüfe ich die Anzahl meiner Münzen.
Überschneidungen und Kontext
Die Miete zahlen und die Miete bezahlen sind beide möglich. Duden erlaubt auch Überschneidungen bei Beiträgen und beim Bezahlen im Restaurant. Typische Objekte helfen bei der Formulierung, aber nicht jede Alternative ist deshalb falsch.
Häufige Fehler
- Behalte den Umlaut: zahlen betrifft Bezahlen, zählen betrifft eine Anzahl.
- Behaupte nicht, bezahlen könne nie einen Geldbetrag als Objekt haben. Auch diese Konstruktion ist belegt.
Merkhilfe: Zählen beantwortet wie viele; zahlen und bezahlen beantworten eine Zahlungsfrage.
Probiere es aus
Du prüfst die Anzahl deiner Münzen. Ergänze: Ich ___ die Münzen.
Antwort anzeigen
zähle
Du stellst eine Anzahl fest. Deshalb brauchst du zählen mit Umlaut.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
Leihen, ausleihen, verleihen und borgen: ausleihen oder verleihen?
Leihen, ausleihen und borgen können beide Richtungen einer Leihe bezeichnen: Die Konstruktion zeigt, wer etwas erhält. Verleihen bedeutet hier normalerweise, etwas anderen zu leihen. Ich leihe dir mein Fahrrad gibt es dir vorübergehend; ich leihe mir dein Fahrrad bezeichnet meine Nutzung deines Fahrrads. Ausleihen bedeutet nicht ausschließlich, etwas selbst zu erhalten.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| leihen | jemandem leihen oder sich leihen | vorübergehende Nutzung; Geld | Empfänger/Reflexivpronomen im Dativ + Akkusativobjekt |
| ausleihen | ausgeben oder sich ausleihen | Bibliotheken; Geräte | trennbar: leiht … aus |
| verleihen | anderen leihen; auszeichnen | Geräte; Preise und Titel | untrennbares ver- |
| borgen | jemandem oder sich borgen | vorübergehende Nutzung im Alltag | regelmäßig; Empfänger/Reflexivpronomen im Dativ |
leihen
Bedeutung und Verwendung: Leihen bezeichnet eine vorübergehende Überlassung mit erwarteter Rückgabe. Das Subjekt kann der Eigentümer sein, der etwas weitergibt, oder die Person, die es erhält. Ein reflexives mir/dir/sich im Dativ verdeutlicht die eigene Entgegennahme, besonders wenn von oder bei den Verleiher nennt.
Grammatik: Nicht trennbar; leiht–lieh–hat geliehen. Jemandem etwas leihen; sich etwas von/bei jemandem leihen. Die Sache steht im Akkusativ, der Empfänger oder das Reflexivpronomen im Dativ.
Ich leihe meiner Nachbarin meinen Werkzeugkasten.
Meine Nachbarin darf vorübergehend meinen Werkzeugkasten benutzen.
ausleihen
Bedeutung und Verwendung: Ausleihen ist bei Bibliotheksbüchern und Geräten üblich. Beide Richtungen gehören zum Standardgebrauch. Lies den ganzen Satz: Die Bibliothek leiht Bücher aus bezeichnet die Ausgabe; ich leihe mir ein Buch aus die Entgegennahme.
Grammatik: Trennbar: leiht aus–lieh aus–hat ausgeliehen. Dasselbe Objektmuster wie bei leihen; Infinitiv mit zu: auszuleihen.
Ich leihe mir in der Bibliothek einen Reiseführer aus.
Ich nehme mir einen Reiseführer der Bibliothek zur vorübergehenden Nutzung mit.
verleihen
Bedeutung und Verwendung: Verleihen macht die Ausgabe an andere deutlich. Es passt zu gewerblichen Verleih- oder Mietangeboten und zum privaten Leihen. Eine weitere wichtige Bedeutung ist das Vergeben eines Preises oder Titels; übertragen kann es das Zuerkennen einer Eigenschaft bezeichnen.
Grammatik: Untrennbares ver-; verleiht–verlieh–hat verliehen. Jemandem etwas verleihen; auch etwas an jemanden verleihen.
Der Verein verleiht Fahrräder an seine Mitglieder.
Die Mitglieder dürfen die Fahrräder des Vereins vorübergehend nutzen.
borgen
Bedeutung und Verwendung: Borgen ist ein weiteres Verb für die vorübergehende Überlassung in beiden Richtungen. Es ist im Alltag vertraut; wie häufig es gewählt wird, unterscheidet sich nach Person und Region. Das Wort allein bezeichnet keine bestimmte rechtliche Darlehensart.
Grammatik: Nicht trennbar; borgt–borgte–hat geborgt. Jemandem etwas borgen; sich etwas von/bei jemandem borgen.
Darf ich mir deinen Regenschirm borgen?
Darf ich deinen Regenschirm vorübergehend benutzen?
Überschneidungen und Kontext
Ohne genannten Empfänger kann ein kurzer Satz wie Ich leihe das Fahrrad aus mehrdeutig sein. Ergänze mir für die eigene Entgegennahme oder nenne den Empfänger bei der Ausgabe. Verleihen wird auch bei Preisverleihungen verwendet, ohne dass eine Rückgabe erwartet wird; das ist eine eigene Bedeutung.
Häufige Fehler
- Ausleihen und leihen sind nicht auf jeweils eine Richtung beschränkt.
- Wenn du selbst etwas erhältst: Ich leihe mir …, nicht Ich leihe mich ….
- Nicht jedes verleihen bezeichnet eine Leihe; ein Preis wird vergeben.
Merkhilfe: Achte darauf, wer die Sache erhält. Mir bezeichnet die eigene Entgegennahme; dir die angesprochene Person.
Probiere es aus
Wer erhält in Ich leihe dir meinen Stift den Stift?
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Du, also die mit dir angesprochene Person.
Dir nennt den Empfänger im Dativ; ich ist die verleihende Person.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
Mieten oder vermieten: Welche Seite des Mietgeschäfts?
Mieten heißt, für die Nutzung fremder Sachen zu bezahlen. Vermieten heißt, Sachen anderen gegen Mietzahlung zur Nutzung zu geben. Dieselbe Wohnung kann deshalb mit beiden Verben beschrieben werden: Die Mietpartei mietet, die anbietende Person vermietet. Entscheidend ist die Rolle, nicht die Art oder Dauer der Unterkunft.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| mieten | gegen Bezahlung selbst nutzen | Wohnungen, Autos, Geräte | Sache im Akkusativ; optional mir; hat gemietet |
| vermieten | anderen gegen Mietzahlung überlassen | Vermieter und Mietanbieter | nicht trennbar; Akkusativ; Empfänger im Dativ oder an + Akkusativ |
mieten
Bedeutung und Verwendung: Mieten bedeutet Nutzung gegen Zahlung, ohne dadurch Eigentum zu erwerben. Es gilt für eine dauerhafte Wohnung ebenso wie für ein Auto am Wochenende. Ein optionales Dativreflexivpronomen betont die Beschaffung für sich selbst.
Grammatik: Regelmäßig, nicht trennbar: mietet, mietete, hat gemietet. Sache im Akkusativ: eine Wohnung mieten. Optional: ich miete mir ein Auto. Bei + Dativ kann die Firma, von + Dativ den Anbieter nennen.
Wir mieten für das Wochenende ein kleines Auto.
Für das Wochenende bezahlen wir für die Nutzung eines kleinen Autos.
Nora hat eine Wohnung in der Nähe ihres Arbeitsplatzes gemietet.
Nora nutzt gegen Miete eine Wohnung nahe ihrer Arbeitsstelle.
vermieten
Bedeutung und Verwendung: Vermieten bedeutet, jemand anderem die bezahlte Nutzung anzubieten. Grammatisch steht die anbietende Person oder Organisation im Mittelpunkt, nicht allein das Eigentum. Untervermietung hat einen eigenen vertraglichen Kontext; das Verb selbst besagt nicht, ob sie erlaubt ist.
Grammatik: Regelmäßig, nicht trennbar: vermietet, vermietete, hat vermietet. Sache im Akkusativ. Empfänger im Dativ oder mit an + Akkusativ: jemandem eine Wohnung vermieten; an jemanden vermieten. Kein zusätzliches ge-.
Die Eigentümerin vermietet die Wohnung an ein junges Paar.
Die Eigentümerin überlässt die Wohnung einem jungen Paar gegen Miete.
Die Firma vermietet Fahrräder für Tagesausflüge.
Die Firma bietet Fahrräder zur bezahlten Nutzung für Tagesausflüge an.
Überschneidungen und Kontext
Beide Verben beschreiben entgegengesetzte Perspektiven desselben Geschäfts. Wir mieten die Wohnung und sie vermietet die Wohnung können gleichzeitig stimmen. Zu vermieten in einer Anzeige bedeutet, dass die Wohnung angeboten wird; Wohnung gesucht bezeichnet die Suche. Übersetzungen allein zeigen die Rolle nicht immer.
Häufige Fehler
- Für eine Wohnung zum eigenen Wohnen: Ich möchte eine Wohnung mieten.
- Das Perfekt lautet gemietet, aber vermietet, da ver- nicht trennbar ist.
- Die Sache steht bei beiden Verben im Akkusativ. Bei vermieten steht auch die Person nach an im Akkusativ.
Merkhilfe: Mieten: Ich nutze und bezahle. Vermieten: Ich biete an und erhalte Miete.
Probiere es aus
Ergänze aus Sicht der Anbieterin: Meine Nachbarin ___ ihr freies Zimmer an eine Studentin.
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vermietet
Die Nachbarin bietet das Zimmer einer anderen Person gegen Mietzahlung an.
Quellen zu Bedeutung und Verwendung
Bestellen, buchen oder reservieren: Essen, Reisen und Plätze
Bestellen heißt häufig, eine Ware oder Dienstleistung anzufordern. Buchen passt besonders zu Reisen und Unterkünften. Reservieren betont das Freihalten eines Platzes oder Gegenstands. Es gibt Überschneidungen: Man kann ein Zimmer bestellen oder einen Sitz buchen. Eine feste Grenze nach bereits erfolgter Zahlung hilft nicht.
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| bestellen | etwas anfordern | Essen, Waren und Dienstleistungen | Untrennbar; Akkusativ; bei + Dativ. |
| buchen | eine Buchung vornehmen | Reisen, Zimmer und Kurse | Nicht trennbar; Akkusativobjekt. |
| reservieren | etwas freihalten | Tische, Plätze und Gegenstände | Nicht trennbar; Akkusativ; für + Akkusativ. |
bestellen
Bedeutung und Verwendung: Bestellen heißt meist, um die Bereitstellung oder Zubereitung von etwas zu bitten. Es passt zu Essen, Büchern oder einem Taxi. Auch eine Reservierung kann damit gemeint sein; weitere Bedeutungen liegen außerhalb des Einkaufens. Das Verb garantiert keine bestimmte Zahlungsweise oder Lieferung. Eine Bestellung im Restaurant und eine Onlinebestellung sind beide möglich.
Grammatik: Regelmäßig, untrennbar: bestellt, bestellte, hat bestellt. Bestelltes im Akkusativ; bei + Dativ nennt den Anbieter, für + Akkusativ kann den Empfänger nennen.
Ich bestelle für uns zwei vegetarische Suppen.
Englische Übersetzung: I am ordering two vegetarian soups for us.
Wir haben ein Taxi zum Bahnhof bestellt.
Englische Übersetzung: We ordered a taxi to the station.
buchen
Bedeutung und Verwendung: Buchen ist üblich für Flüge, Hotelzimmer, Pakete und Kurse. Es kann die Buchung durch den Kunden oder ihre Erfassung durch den Anbieter bezeichnen. In der Buchhaltung heißt es auch, einen Geschäftsvorfall einzutragen. Zahlung, Stornierung und rechtliche Bindung lassen sich nicht allein aus dem Verb ablesen.
Grammatik: Regelmäßig, nicht trennbar: bucht, buchte, hat gebucht. Flug, Zimmer oder Leistung als Akkusativobjekt.
Für November buchen wir einen kleinen Seminarraum.
Englische Übersetzung: We are booking a small seminar room for November.
reservieren
Bedeutung und Verwendung: Reservieren betont, dass etwas für eine Person oder spätere Verwendung freigehalten wird. Das passt zu einem Restauranttisch, Sitz oder zurückgelegten Artikel. Es bedeutet nicht automatisch kostenlos, vorläufig oder stornierbar. Zahlung und weitere Bedingungen folgen aus den Bedingungen des Anbieters.
Grammatik: Regelmäßig, nicht trennbar: reserviert, reservierte, hat reserviert. Akkusativobjekt; für + Akkusativ nennt die Person, für die reserviert wird.
Kann ich das Buch bis morgen reservieren?
Englische Übersetzung: Can I reserve the book until tomorrow?
Überschneidungen und Kontext
Ein Zimmer buchen und ein Zimmer reservieren können dieselbe Vereinbarung meinen. Buchen stellt sie als Buchung dar; reservieren betont das Freihalten. Auch bestellen hat einen Reservierungssinn. Frage direkt nach Bestätigung und Zahlung, statt Bedingungen aus der Wortwahl abzuleiten.
Häufige Fehler
- Essen im Restaurant bestellt man üblicherweise; einen Tisch kann man reservieren.
- Reservieren sagt nicht, dass die Vereinbarung unbezahlt ist.
- Bestellen ist untrennbar: Ich bestelle das Essen. Ein abgetrenntes be steht nicht am Ende.
Merkhilfe: Bestelle die Suppe, buche die Reise, reserviere den Tisch. Das sind praktische Grundmuster mit Überschneidungen.
Probiere es aus
Ergänze mit reservieren und bestellen: Wir ___ einen Tisch für morgen. Das Essen ___ wir erst im Restaurant.
Antwort anzeigen
reservieren; bestellen
Der Tisch wird für später freigehalten; das Essen wird beim Besuch bestellt. Das sind übliche Restaurantverbindungen.
