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Bedeutung, Satzmuster und Beispiele
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| schaffen | bewältigen; hervorbringen | Eine Aufgabe erledigen; ein Werk schaffen | schaffte/geschafft oder schuf/geschaffen |
| erschaffen | hervorbringen; ins Dasein bringen | Werk oder erdachte Welt | Untrennbares er-; erschuf |
| anschaffen | erwerben; kaufen | Ausrüstung oder länger genutzter Besitz | Trennbares an-; angeschafft |
| abschaffen | aufheben; auf Dauer entfernen | Regel oder Einrichtung | Trennbares ab-; abgeschafft |
schaffen
Bedeutung und Verwendung: Wenn du eine schwierige Aufgabe bewältigst, verwende die schwachen Formen: Wir haben es geschafft. Bei schöpferischer Arbeit sind schuf und geschaffen üblich. Regional kann schaffen auch arbeiten bedeuten. Nicht jede Wendung folgt einer ganz sauberen Trennung: Wörterbücher dokumentieren etwa bei Abhilfe oder Platz schaffen Varianten.
Grammatik: Beim Bewältigen: schaffte, hat geschafft. Beim Hervorbringen: schuf, hat geschaffen. Ein Akkusativobjekt nennt Aufgabe oder Werk. Es schaffen, etwas zu tun erweitert die Konstruktion um einen zu-Infinitiv.
Ich habe es geschafft, den Bericht heute fertigzustellen.
Es ist mir gelungen, den Bericht noch heute abzuschließen.
Die Künstlerin schuf eine neue Figur.
Die Künstlerin brachte eine neue Figur hervor.
erschaffen
Bedeutung und Verwendung: Erschaffen betont, dass eine Schöpfung ins Dasein kommt. Es passt zu kreativen, literarischen oder groß angelegten Beschreibungen, muss aber keinen körperlichen Gegenstand betreffen. Wenn man lediglich eine Aufgabe erfolgreich erledigt, kann es schaffen normalerweise nicht ersetzen.
Grammatik: Untrennbares er-: erschuf, hat erschaffen. Das Hervorgebrachte steht im Akkusativ. Das Partizip erhält kein eingefügtes ge-.
Die Autorin hat eine ungewöhnliche Welt erschaffen.
Die Autorin hat eine besondere Welt hervorgebracht.
anschaffen
Bedeutung und Verwendung: Anschaffen heißt, etwas zum Behalten oder Benutzen zu erwerben, etwa Möbel oder eine Maschine. Sich etwas anschaffen hebt hervor, dass man es für sich erwirbt. Die Wendung anschaffen gehen hat weitere, möglicherweise sensible Bedeutungen und ist keine neutrale Formulierung für einkaufen.
Grammatik: Trennbares an-: schafft an, schaffte an, hat angeschafft. Der Gegenstand steht im Akkusativ. In Ich schaffe mir einen Drucker an bezeichnet mir im Dativ die begünstigte Person.
Wir schaffen einen neuen Drucker an.
Wir besorgen einen neuen Drucker zur weiteren Nutzung.
abschaffen
Bedeutung und Verwendung: Abschaffen passt, wenn eine bestehende Regel oder Praxis aufgehoben wird. Es kann auch das dauerhafte Aufgeben eines Besitzes bezeichnen. Ein Gerät lediglich auszuschalten ist eine andere Handlung und heißt gewöhnlich nicht abschaffen.
Grammatik: Trennbares ab-: schafft ab, schaffte ab, hat abgeschafft. Die aufgehobene Regel oder entfernte Sache steht im Akkusativ.
Die Schule hat die alte Regel abgeschafft.
Die Schule hat die bisherige Regel aufgehoben.
Überschneidungen und Kontext
Schaffen und erschaffen überschneiden sich beim Hervorbringen. Erschaffen betont das Ins-Dasein-Bringen; schaffen hat mehr alltägliche Verwendungen für das Bewältigen. Anschaffen und abschaffen ergeben einen hilfreichen Kontrast zwischen Erwerb und Aufhebung, sind aber nicht in jeder regionalen oder festen Wendung Gegensätze. Wähle die beabsichtigte Bedeutung, bevor du Präfix und Vergangenheitsform festlegst.
Häufige Fehler
- Sage nicht Ich habe die Aufgabe erschaffen, wenn du meinst, dass du sie erledigt hast.
- Unterscheide hat geschafft und hat geschaffen.
- Verwende abschaffen nicht für das bloße Schließen einer App oder Ausschalten einer Lampe.
Merkhilfe: Eine Aufgabe bewältigen, eine Welt erschaffen, einen Drucker anschaffen, eine Regel abschaffen. Merke dir geschafft fürs Erledigen und geschaffen fürs Hervorbringen; prüfe feste Wendungen einzeln.
Probiere es aus
Du hast endlich eine schwierige Aufgabe erledigt. Ergänze: Endlich habe ich es ___!
Antwort anzeigen
geschafft
Hier steht die schwache Bedeutung für das Bewältigen. Geschaffen würde eher das Hervorbringen von etwas als den Erfolg bei der Aufgabe nahelegen.
