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Bedeutung, Satzmuster und Beispiele
| Wort | Grundbedeutung | Typischer Kontext | Grammatik |
|---|---|---|---|
| merken | wahrnehmen; im Gedächtnis behalten | Erkennen oder Informationen behalten | Schwach: merkt, merkte, hat gemerkt; kein trennbares Präfix. Etwas merken mit Akkusativ. Sich etwas merken: Reflexivpronomen im Dativ, etwa mir oder dir. |
| bemerken | wahrnehmen; anmerken | Etwas entdecken oder kommentieren | Untrennbares be-; schwach: bemerkt, bemerkte, hat bemerkt. Etwas bemerken oder bemerken, dass; gewöhnlich ohne Reflexivpronomen. |
| erinnern | sich entsinnen; jemanden erinnern | Erinnerung abrufen oder anstoßen | Untrennbares er-; schwach: erinnert, erinnerte, hat erinnert. Sich an etwas erinnern: Reflexivpronomen und an-Ergänzung im Akkusativ. Jemanden an etwas erinnern: Person ebenfalls Akkusativ. |
| vergessen | nicht mehr wissen; nicht daran denken | Verlorene Information oder Unterlassung | Untrennbares ver-; stark: vergisst, vergaß, hat vergessen. Etwas/jemanden vergessen mit Akkusativ; vergessen, etwas zu tun nennt die unterlassene Handlung. |
merken
Bedeutung und Verwendung: Merken bezeichnet ohne die Gedächtniskonstruktion häufig Erkennen oder Spüren. Sich etwas merken betont das Behalten, etwa von Namen, Adressen und Vokabeln, auch bewusst.
Grammatik: Schwach: merkt, merkte, hat gemerkt; kein trennbares Präfix. Etwas merken mit Akkusativ. Sich etwas merken: Reflexivpronomen im Dativ, etwa mir oder dir.
Ich merke, dass du nervös bist.
Ich spüre, dass du nervös bist.
Ich merke mir deine neue Adresse.
Ich behalte deine neue Adresse im Gedächtnis.
bemerken
Bedeutung und Verwendung: Bemerken überschneidet sich beim Wahrnehmen mit merken und kann auch eine kurze Bemerkung einführen. Be- erzeugt nicht die Gedächtnisbedeutung von sich merken.
Grammatik: Untrennbares be-; schwach: bemerkt, bemerkte, hat bemerkt. Etwas bemerken oder bemerken, dass; gewöhnlich ohne Reflexivpronomen.
Sie bemerkt einen Fehler im Formular.
Ihr fällt ein Fehler im Formular auf.
erinnern
Bedeutung und Verwendung: Sich erinnern ruft eine Erinnerung ab. Bei jemanden erinnern wird stattdessen eine andere Person angeregt, an etwas zu denken. Beide Verbindungen können mit an ergänzt werden.
Grammatik: Untrennbares er-; schwach: erinnert, erinnerte, hat erinnert. Sich an etwas erinnern: Reflexivpronomen und an-Ergänzung im Akkusativ. Jemanden an etwas erinnern: Person ebenfalls Akkusativ.
Ich erinnere mich an unseren ersten Unterricht.
Unser erster Unterricht kommt mir wieder ins Gedächtnis.
vergessen
Bedeutung und Verwendung: Vergessen bezeichnet eine verlorene Erinnerung oder etwas, an das man im entscheidenden Moment nicht denkt. Auch zurückgelassene Gegenstände und unterlassene Handlungen passen dazu.
Grammatik: Untrennbares ver-; stark: vergisst, vergaß, hat vergessen. Etwas/jemanden vergessen mit Akkusativ; vergessen, etwas zu tun nennt die unterlassene Handlung.
Ich habe vergessen, das Fenster zu schließen.
Ich habe nicht daran gedacht, das Fenster zu schließen.
Überschneidungen und Kontext
Merken und bemerken können beide Wahrnehmen ausdrücken; eine allgemeine Trennung nach bewusst und unbewusst gibt es nicht. Mir merken betont Behalten, mich erinnern das Abrufen. Regional kommt erinnern auch ohne Reflexivpronomen vor; sich an etwas erinnern ist ein verlässliches allgemeines Lernmuster.
Häufige Fehler
- Nicht Ich erinnere mir, sondern Ich erinnere mich an … .
- Beim Behalten braucht man den Dativ: Ich merke mir den Namen.
Merkhilfe: Mir merken behält etwas im Gedächtnis, mich erinnern holt es zurück. Bemerken heißt wahrnehmen; vergessen heißt verlieren oder nicht daran denken.
Probiere es aus
Ergänze: Ich kann ___ seinen Namen nicht merken.
Antwort anzeigen
mir
Sich etwas merken verlangt ein Dativ-Reflexivpronomen und eine Sache im Akkusativ.
