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Wann passen lassen, verlassen, überlassen und zulassen?

Lassen kann eine Handlung erlauben, veranlassen oder etwas unverändert lassen. Verlassen heißt einen Ort oder eine Person verlassen; sich verlassen auf bedeutet sich auf etwas stützen. Überlassen gibt einer anderen Person Nutzung oder Entscheidungsbefugnis. Zulassen bedeutet erlauben, dulden oder Zugang gewähren. Der Satzbau ist ebenso wichtig wie die Übersetzung.

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Bedeutung, Satzmuster und Beispiele

Auf einen Blick
WortGrundbedeutungTypischer KontextGrammatik
lassenerlauben; veranlassen; unverändert lassenErlaubnis, Aufträge, Gegenstände liegen lassenstark: ließ; gelassen oder Ersatzinfinitiv lassen
verlassenweggehen; sich auf etwas stützenOrte, Beziehungen, Vertrauennicht trennbar; Akkusativ; sich verlassen auf + Akkusativ
überlassenNutzung, Verantwortung oder Wahl übertragenNutzung, Betreuung, Entscheidungennicht trennbar; Dativempfänger; Akkusativsache
zulassenerlauben; dulden; Zugang gewährenErlaubnisse und formelle Zulassungtrennbar; Akkusativ oder dass-Satz

lassen

Bedeutung und Verwendung: Lassen ist vielfältig: Ein Kind spielen lassen erlaubt, ein Fahrrad reparieren lassen veranlasst eine Handlung. Eine Tasche irgendwo lassen belässt sie dort. Eine einzige Übersetzung deckt nicht alles ab.

Grammatik: Stark, nicht trennbar: lässt, ließ. Mit weiterem Verb steht der Infinitiv ohne zu, etwa jemanden warten lassen. Im Perfekt meist Ersatzinfinitiv: hat warten lassen. Ohne weiteren Infinitiv: hat gelassen.

Ich lasse mein Fahrrad morgen reparieren.

Morgen beauftrage ich jemanden, mein Fahrrad zu reparieren.

verlassen

Bedeutung und Verwendung: Verlassen beschreibt das Weggehen oder Zurücklassen einer Person. Mit sich und auf bedeutet es vertrauen oder sich stützen; das ist eine andere Konstruktion.

Grammatik: Stark, nicht trennbar: verlässt, verließ, hat verlassen. Beim Weggehen Akkusativobjekt. Vertrauen: Akkusativreflexivpronomen und auf + Akkusativ: ich verlasse mich auf dich.

Wir verlassen das Gebäude durch den Seiteneingang.

Wir gehen durch den Seiteneingang aus dem Gebäude.

Du kannst dich auf meine Hilfe verlassen.

Mit meiner Hilfe kannst du fest rechnen.

überlassen

Bedeutung und Verwendung: Überlassen gibt Gebrauch, Betreuung oder Entscheidung an jemand anderen. Das kann vorübergehend oder dauerhaft sein. Wer jemandem die Wahl überlässt, gibt dieser Person die Kontrolle darüber.

Grammatik: Stark, nicht trennbar: überlässt, überließ, hat überlassen. Meist jemandem im Dativ etwas im Akkusativ überlassen. Über- wird hier nicht abgetrennt.

Ich überlasse dir die Wahl des Restaurants.

Du darfst entscheiden, in welches Restaurant wir gehen.

zulassen

Bedeutung und Verwendung: Zulassen erlaubt Vorgänge oder Teilnahme, etwa Kandidaten an einer Prüfung. Umgangssprachlich kann es auch geschlossen lassen bedeuten; bei Fenstern muss der Kontext genau gelesen werden.

Grammatik: Stark, trennbar: lässt zu, ließ zu, hat zugelassen. Akkusativobjekt oder dass-Satz. Teilnahme: jemanden zu + Dativ zulassen, etwa zu einer Prüfung.

Die Leitung lässt flexible Arbeitszeiten zu.

Die Leitung erlaubt flexible Arbeitszeiten.

Überschneidungen und Kontext

Lassen und zulassen überlappen bei Erlaubnis. Lassen steht häufig mit bloßem Infinitiv, zulassen kann das Erlaubte direkt als Objekt nennen. Überlassen betont die Nutzung oder Kontrolle einer anderen Person; verlassen ohne sich auf meist das Weggehen.

Häufige Fehler

  • Kein zu in Ich lasse ihn gehen.
  • Zum Vertrauen gehören sich und auf: sich auf jemanden verlassen.
  • Überlassen bleibt zusammen; zulassen wird im Hauptsatz getrennt.

Merkhilfe: Eine Handlung zulassen, einen Ort verlassen, eine Entscheidung jemandem überlassen.

Probiere es aus

Ergänze: Ich ___ dir die Entscheidung. Du gibst einer anderen Person die Wahl.

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überlasse

Die Entscheidung ist Akkusativobjekt; dir bezeichnet den Empfänger im Dativ.

Quellen zu Bedeutung und Verwendung

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