Substantivierte Adjektive richtig schreiben
Ich brauche etwas Gutes und Es gibt nichts Neues enthalten neutral substantivierte Adjektive. Gutes und Neues werden großgeschrieben und tragen in diesem Nominativ-/Akkusativmuster -es. Im Dativ ändert sich die Endung: mit etwas Gutem; mit nichts Neuem. Das Pronomen bleibt gleich; das Adjektiv zeigt den Kasus.
Vergleiche Ich bin etwas müde. Hier bedeutet etwas ungefähr „ein wenig“. Müde ist ein gewöhnliches beschreibendes Adjektiv und bleibt klein. In etwas kaltes Wasser beschreibt kaltes das ausdrücklich genannte Nomen Wasser und bleibt ebenfalls klein. „Nach etwas immer groß“ wäre deshalb falsch. Erst die Funktion bestimmt die Schreibung und die Endung.
Adjektivendungen trotz Substantivierung behalten
| Muster | Beispiel | Warum diese Endung? |
|---|---|---|
| der + maskulin | der Betroffene | Schwaches -e im Nominativ Singular. |
| ein + maskulin | ein Betroffener | -er trägt das Signal für Nominativ Maskulinum. |
| mit + Dativ | mit einem Betroffenen | Nach einem im Dativ steht -en. |
| etwas / nichts | etwas Neues / nichts Wichtiges | Neutrales starkes -es in diesen Gruppen. |
| das + neutral | das Neue / mit dem Neuen | Der Kasus verändert die Endung trotz Großschreibung. |
Ein substantiviertes Adjektiv kann eine Person oder etwas Abstraktes bezeichnen. Durch den Großbuchstaben wird es nicht zu einem Nomen mit unveränderlicher Endung. Vergleiche der Angestellte und ein Angestellter. Das vollständige System der Adjektivendungen.
Substantivierung von ausgelassenem Nomen unterscheiden
Ich suche etwas Neues. / Von den beiden Jacken nehme ich die neue. Neues bezeichnet selbstständig etwas Neues. Im zweiten Satz bezieht sich neue auf Jacke; das Nomen ist ausgelassen, aber mitgemeint. Deshalb bleibt das Adjektiv klein. In Ich spreche am liebsten morgens gehört liebsten zu einem adverbialen Superlativ, nicht zu einer Substantivierung. Entscheidend ist die Funktion, nicht nur ein Wort wie die oder am davor.
Form wählen und Bedeutung erklären
5. Ergänze das substantivierte Adjektiv: Ich brauche etwas gut__.
Ich brauche etwas Gutes. Das neutrale substantivierte Adjektiv steht im Akkusativ: großgeschrieben und mit -es.
6. Ergänze nach mit: Wir beginnen mit etwas Gut__.
Wir beginnen mit etwas Gutem. Mit verlangt Dativ. Das Adjektiv zeigt -em; etwas bleibt unverändert.
8. Korrigiere die Schreibung: Ich bin etwas Müde.
Ich bin etwas müde. Etwas bezeichnet hier einen geringen Grad. Müde wird nicht als Nomen gebraucht.
3. Nominativ Maskulinum: „ein Betroffen___“.
ein Betroffener. Das substantivierte Adjektiv behält die Adjektivendung -er.
4. Prüfe die Großschreibung: „Wir besprechen etwas neues.“
Wir besprechen etwas Neues. Neues bezeichnet selbstständig etwas Abstraktes.
5. Zwei Mäntel wurden genannt: „Ich nehme den blauen.“ Blauen groß?
Nein: den blauen. Das ausgelassene Nomen Mantel bleibt der Bezug.
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Nominalisierung: Formen, Endungen und der Wechsel zwischen Nominal- und Verbalstil · Ein weiteres Grammatikthema finden
Quellen und weiterführendes Lernen
- Rat für deutsche Rechtschreibung via IDS: §57–58 Substantivierungen
- IDS grammis: Nominalisierung
- Deutsche Grammatik 2.0: Übersicht Nominalisierung/Verbalisierung
- Goethe-Institut: Deutsch Online C1, Kapitel 14 grammar review
- IDS: Dativ und Akkusativ bei jemand und niemand
- IDS: Flexion der Pronomina
- IDS: Flexion der Pronomina — Kontrastive Grammatik
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