Auf etwas verzichten: etwas nicht in Anspruch nehmen
„Wir verzichten auf einen Zusatztermin.“ In dieser fiktiven Situation wird eine Möglichkeit nicht genutzt. Verzichten kann je nach Zusammenhang auch bedeuten, einen Anspruch nicht weiter geltend zu machen oder etwas nicht mehr zu verlangen. Die konkrete Bedeutung ergibt sich aus dem Objekt und dem ganzen Satz.
Verzichten ist schwach und untrennbar: verzichtet, verzichtete, hat verzichtet. „Sie hat auf den Zusatz verzichtet.“ Das Partizip erhält kein zusätzliches ge vor ver. Das auf gehört dagegen zur Ergänzung und wird nicht ans Verb angehängt.
| Form | Eigener Satz | Hinweis |
|---|---|---|
| Nomen im Akkusativ | Ich verzichte auf den Zusatz. | Der Fall folgt der Verbverbindung. |
| Personenpronomen | Wir können auf ihn nicht verzichten. | Die Person bleibt erkennbar. |
| Sachbezug mit darauf | Ich verzichte darauf. | Der Sachbezug muss im Kontext klar sein. |
Einzelne Beiträge, Transkript und Audiodateien
Ich verzichte auf Zucker im Kaffee. Ich verzichte heute auf das Auto.
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Warum hier der Akkusativ steht
Die Lücke „auf ___ Zusatz verzichten“ wird im angegebenen maskulinen Muster mit den ergänzt. Eine Ortsregel wie „Wo? Dativ“ erklärt diesen Satz nicht: Es geht nicht darum, wo sich jemand befindet. Das Verb legt die Ergänzungsverbindung auf mit Akkusativ fest.
Die Bedeutung kann auch einen unfreiwillig fehlenden Beitrag beschreiben: „Heute müssen wir auf seine Unterstützung verzichten.“ Daraus folgt nicht zwingend, dass die Gruppe diese Unterstützung nicht wollte. Eine starre Regel „verzichten ist immer eine freiwillige Ablehnung“ wäre deshalb zu eng.
Mit darauf einen bereits genannten Sachverhalt aufnehmen
A: „Braucht ihr einen Zusatztermin?“ B: „Nein, wir verzichten darauf.“ Darauf verweist auf die zuvor genannte Möglichkeit. Ohne diese Information könnte die Antwort unklar sein. Ein genaues Nomen ist dann verständlicher.
Bei Personen ist ein persönliches Pronomen häufig die klare Form: „Auf ihn können wir nicht verzichten.“ Die Aussage nennt die betreffende Person beziehungsweise ihren Beitrag. Kontrolliere bei einer Umformung, worauf der Verweis zeigt und ob eine freiwillige Wahl oder ein erzwungenes Fehlen gemeint ist. So bleibt mehr erhalten als nur die richtige Endung.
Die Wortwahl im Zusammenhang üben
Löse die sechs Aufgaben vor dem Öffnen der Erklärung. Beachte die ausdrücklich genannte Bedeutung und Form. Offene Erklärungen sind Modellantworten; sinngleiche Formulierungen sind ebenfalls möglich.
Ergänze den bestimmten Artikel für Zusatz: Wir verzichten auf ___ Zusatz.
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den
Die feste Verbindung auf etwas verzichten verlangt hier Akkusativ.
A: „Braucht ihr einen Zusatztermin?“ B: „Nein, wir verzichten ___.“ Verwende das passende Pronominaladverb für die genannte Sache.
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darauf
Darauf nimmt den ausdrücklich genannten Sachbezug auf.
Ergänze das Partizip: Sie hat auf den Zusatz ___.
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verzichtet
Das untrennbare Verb bildet verzichtet ohne zusätzliches ge.
Welcher Fall steht in auf einen Zusatz verzichten?
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Akkusativ
Einen zeigt beim maskulinen Nomen hier den Akkusativ.
Warum ist eine Ortsfrage wie Wo? kein passender Falltest für auf etwas verzichten?
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Auf gehört hier als feste Ergänzung zum Verb. Es bezeichnet keinen räumlichen Ort; der Akkusativ folgt dem Verbmuster.
Eine sinngleiche Erklärung reicht.
Warum bedeutet „Wir müssen heute auf seine Unterstützung verzichten“ nicht zwingend „Wir wollen seine Unterstützung nicht“?
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Müssen kann ein erzwungenes Fehlen ausdrücken. Der Verzicht ist dann nicht automatisch eine freiwillige Ablehnung.
Die Aussage über Wunsch und Zwang darf nicht gleichgesetzt werden.
Häufige Fragen
Welcher Fall steht nach verzichten auf?
Im geübten Grundmuster Akkusativ: auf einen Zusatz, auf den Termin, auf ihn.
Ist verzichten immer freiwillig?
Nein. Auf etwas verzichten müssen kann auch ein unfreiwilliges Auskommen ohne die betreffende Sache beschreiben.
