Vereinbaren: gemeinsam festlegen
„Ich vereinbare mit der Kursleiterin einen Termin.“ Der Termin steht im Akkusativ, die Person kann mit mit und Dativ ergänzt werden. Das Verb bleibt im Hauptsatz zusammen: „Wir vereinbaren den Termin heute.“ Im Perfekt steht hat vereinbart, ohne zusätzliches ge.
Eine Absprache kann auch als ganzer Satz folgen: „Wir vereinbaren, dass das Gespräch online stattfindet.“ Das Verb hat außerdem andere Verwendungen, etwa etwas mit einer Vorstellung in Einklang bringen. Die Terminlektion soll diese Bedeutungen nicht auf jede Verwendung des Verbs übertragen.
| Form | vereinbaren | ausmachen |
|---|---|---|
| Hauptsatz | Wir vereinbaren den Termin. | Wir machen den Termin aus. |
| Perfekt | Wir haben ihn vereinbart. | Wir haben ihn ausgemacht. |
| Mit zu | ihn zu vereinbaren | ihn auszumachen |
Einzelne Beiträge, Transkript und Audiodateien
Wir vereinbaren einen Termin. Wir machen einen Termin aus.
Audiodatei öffnen 1
Ausmachen: die Partikel bleibt sichtbar
„Wir machen den Termin am Telefon aus.“ Im einfachen Hauptsatz steht aus am Ende. Im Perfekt lautet die Form ausgemacht. Die zu-Form heißt auszumachen. Diese Formunterschiede sind auch dann relevant, wenn beide Sätze denselben Zeitpunkt festlegen.
Ausmachen hat viele weitere Bedeutungen, zum Beispiel ein Licht ausschalten oder etwas in der Ferne erkennen. Daraus folgt nicht, dass einen Termin ausmachen ein Ausschalten des Termins wäre. Der Sinn entsteht aus dem ganzen Ausdruck und dem Zusammenhang.
Eine Absprache ist noch keine Durchführung
A: „Ist das Gespräch schon vorbei?“ B: „Nein, wir haben erst einen Termin ausgemacht.“ A: „Also nur den Zeitpunkt vereinbart?“ B: „Genau, das Gespräch findet morgen statt.“ Die zwei Verben beschreiben hier denselben Planungsschritt.
Das Festlegen des Termins sagt noch nicht, dass das Gespräch stattgefunden hat. Wenn du einen Satz umformst, bewahre sowohl die Aussage als auch das Tempus. „Wir haben einen Termin vereinbart“ wird zu „Wir haben einen Termin ausgemacht“. Ein Satz mit durchführen würde dagegen einen anderen Schritt im Ablauf nennen.
Die Wortwahl im Zusammenhang üben
Löse die sechs Aufgaben vor dem Öffnen der Erklärung. Beachte die ausdrücklich genannte Bedeutung und Form. Offene Erklärungen sind Modellantworten; sinngleiche Formulierungen sind ebenfalls möglich.
Zwei Personen legen gemeinsam einen Gesprächstermin fest. Welche Verbindungen passen? A: einen Termin vereinbaren. B: einen Termin ausmachen.
Antwort und Erklärung anzeigen
A und B passen.
Beide sind für diese Absprache belegt.
A: „Was plant ihr heute?“ B: „Wir machen einen Termin ___.“ Ergänze die Partikel von ausmachen.
Antwort und Erklärung anzeigen
aus
Ausmachen ist trennbar.
Ergänze das Partizip von vereinbaren: Wir haben den Termin ___.
Antwort und Erklärung anzeigen
vereinbart
Vereinbaren ist hier untrennbar und erhält kein ge.
Ergänze die zu-Form von ausmachen: Es ist Zeit, einen Termin ___.
Antwort und Erklärung anzeigen
auszumachen
Zu steht zwischen aus und machen.
Warum bedeutet „einen Termin ausmachen“ nicht dasselbe wie „das Licht ausmachen“?
Antwort und Erklärung anzeigen
Ausmachen hat mehrere Bedeutungen. Mit Termin ist eine Absprache gemeint, mit Licht das Ausschalten.
Eine sinngleiche Erklärung reicht.
Was bleibt nach „Wir haben einen Termin vereinbart“ offen, das „Wir haben das Gespräch durchgeführt“ anders beschreibt?
Antwort und Erklärung anzeigen
Die erste Aussage legt den Zeitpunkt fest und sagt allein nicht, dass das Gespräch stattgefunden hat. Die zweite meldet die Durchführung.
Die Verben nennen unterschiedliche Schritte.
Häufige Fragen
Ist einen Termin ausmachen richtig?
Ja. Es kann ebenso wie einen Termin vereinbaren das gemeinsame Festlegen eines Zeitpunkts bezeichnen.
Was ist das Perfekt von ausmachen?
Hat ausgemacht. Zum Beispiel: Wir haben einen Termin ausgemacht.
