Die Formen im Überblick
| Form | Verwendung |
|---|---|
| etwas planen | Etwas vorbereiten, entwerfen oder beabsichtigen |
| vorhaben, etwas zu tun | Eine Absicht haben; vorhaben ist trennbar |
| Ich plane … / Ich habe vor … | Bei Absichten kann sich der Gebrauch überschneiden |
Eine Absicht ist mit beiden Verben möglich
Ich habe vor, einen Deutschkurs zu besuchen nennt deine Absicht. Ich plane, einen Deutschkurs zu besuchen ist ebenfalls möglich. Planen bedeutet daher nicht grundsätzlich, dass bereits Termine, Budget und Fahrplan feststehen.
In Wir planen den Umzug kann dagegen die konkrete Organisation im Vordergrund stehen: Wer trägt die Möbel, welches Fahrzeug wird benötigt, wann beginnt die Arbeit? Vorhaben allein beschreibt diese Einzelvorbereitung nicht so deutlich. Der Zusammenhang entscheidet, wie konkret das Planen gemeint ist.
Wir planen die neue Küche zusammen mit einer Fachfirma.
Hier geht es um die konkrete Ausarbeitung.
Ich habe vor, am Samstag die Unterlagen zu sortieren.
Die Person nennt ihre Absicht.
Vorhaben im Satz trennen
Im Hauptsatz lautet das Muster Ich habe etwas vor beziehungsweise Ich habe vor, etwas zu tun. Vor steht getrennt am späteren Platz: Was hast du morgen vor? Im Nebensatz bleibt der Infinitiv als Verbform zusammen: weil ich morgen viel vorhabe.
Das Nomen das Vorhaben ist dagegen großgeschrieben. Ein Vorhaben ist ein beabsichtigtes Projekt oder eine Unternehmung. Beim Lesen solltest du Artikel und Satzfunktion mitprüfen, damit du Verb und Nomen nicht vermischst.
Die Verbindlichkeit zusätzlich ausdrücken
Keines der beiden Verben garantiert, dass eine Absicht umgesetzt wird. Wenn du einen festen Termin vereinbart hast, sage das ausdrücklich. „Ich habe vor, am Freitag zu kommen“ klingt anders als „Mein Termin ist für Freitag bestätigt“. Die Formulierung einer Absicht ersetzt keine Bestätigung.
Für eine Gesprächsantwort kannst du erst die Absicht nennen und dann einen Planungsschritt ergänzen: „Ich habe vor, umzuziehen. Gerade plane ich den Transport.“ So werden die beiden Schwerpunkte im Zusammenhang sichtbar.
Sechs Aufgaben zum Selbstprüfen
Löse jede Aufgabe zuerst selbst. Öffne danach die Antwort und lies die Begründung. Bei offenen Aufgaben ist die Lösung ein Beispiel; gleichbedeutende Formulierungen sind ebenfalls möglich. Gültige Schreibvarianten bleiben gültig.
Kann planen auch eine Absicht ausdrücken?
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Ja.
Zum Beispiel: Ich plane, morgen zu lernen.
Ergänze den trennbaren Hauptsatz: „Was hast du morgen ___?“
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vor
Vorhaben wird hier in hast und vor getrennt.
Ergänze im Nebensatz: „Ich bleibe zu Hause, weil ich viel ___.“ Verwende vorhaben in der ersten Person Singular.
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vorhabe
Im Nebensatz steht die finite Verbform zusammen am Ende.
Korrigiere das Nomen: „Das vorhaben braucht Zeit.“
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Das Vorhaben braucht Zeit.
Nach das steht hier das Nomen Vorhaben.
Ist „Ich habe vor, am Freitag zu kommen“ schon eine ausdrückliche Terminbestätigung?
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Nein.
Die Aussage nennt zunächst eine Absicht.
Formuliere zuerst eine Absicht und danach einen konkreten Planungsschritt.
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Ich habe vor, einen Ausflug zu machen. Jetzt plane ich die Zugverbindung.
Eine mögliche Antwort mit zwei erkennbaren Schwerpunkten.
Häufige Fragen
Ist planen immer konkreter als vorhaben?
Planen kann konkrete Vorbereitung meinen, hat aber auch die Bedeutung beabsichtigen. Es ist deshalb nicht ausnahmslos konkreter.
Heißt es ich vorhabe oder ich habe vor?
Im gewöhnlichen Hauptsatz heißt es ich habe vor. Im Nebensatz ist etwa weil ich es vorhabe möglich.
