Machen als breites Grundmuster
„Beim Abschreiben habe ich einen Fehler gemacht.“ Der Satz meldet eine Unrichtigkeit im Arbeitsschritt. Mit machen lässt sich auch ein falscher Entschluss beschreiben: „Es war ein Fehler, die Rückfrage auszulassen.“ Die Ergänzung erklärt, worin das Problem bestand.
Fehler ist maskulin. Im Akkusativ Singular heißt es einen Fehler oder den Fehler. Im Plural bleibt die Nomenform Fehler: „Wir haben zwei Fehler gemacht.“ Die schwache Verbform gemacht erhält ge; das hilft beim sicheren Bilden des Perfekts.
| Verbindung | Eigener Satz | Perfekt |
|---|---|---|
| einen Fehler machen | Wir machen bei der Aufgabe einen Fehler. | Wir haben einen Fehler gemacht. |
| einen Fehler begehen | Wir begehen einen Fehler bei der Planung. | Wir haben einen Fehler begangen. |
| Fehler korrigieren | Wir korrigieren die falsche Angabe. | Ein anderer Handlungsschritt. |
Einzelne Beiträge, Transkript und Audiodateien
Ich habe einen Fehler gemacht. Im Bericht steht, dass ein Fehler begangen wurde.
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Begehen ist nicht auf Straftaten beschränkt
„Wir haben den Fehler begangen, ohne Bestätigung zu planen.“ Hier geht es um einen Fehlgriff. Das Verb begehen tritt auch in anderen Verbindungen auf, doch daraus folgt nicht, dass jeder mit begehen beschriebene Fehler eine Straftat ist. Die Bedeutung des ganzen Objekts und des Zusammenhangs zählt.
Das Perfekt lautet hat begangen. Begehen ist hier untrennbar; das Partizip erhält kein zusätzliches ge vor be. In einer Lücke mit ausdrücklich vorgegebenem begehen brauchst du deshalb begangen. Gemacht kann inhaltlich ebenfalls passen, erfüllt aber diese konkrete Formaufgabe nicht.
Echte Überschneidungen zulassen
A: „War es ein Fehler, ohne Rückfrage zu bestellen?“ B: „Ja, diesen Fehler haben wir gemacht.“ A: „Kann ich auch begangen sagen?“ B: „In diesem Fehlgriff-Kontext ist das ebenfalls möglich.“ Der Dialog zeigt eine Überschneidung und keinen festen Gegensatz zwischen harmlos und strafbar.
Wenn du eine Korrektur begründest, unterscheide Wortwahl, Verbform und Sachbehauptung. „Wir haben einen Fehler begehen“ hat eine falsche Form nach haben. „Wir haben einen Fehler begangen“ ist dagegen grammatisch passend. Ob wirklich ein Fehler passiert ist, kann nur der konkrete Inhalt klären. Die Lektion prüft die Formulierung, nicht den realen Fall.
Die Wortwahl im Zusammenhang üben
Löse die sechs Aufgaben vor dem Öffnen der Erklärung. Beachte die ausdrücklich genannte Bedeutung und Form. Offene Erklärungen sind Modellantworten; sinngleiche Formulierungen sind ebenfalls möglich.
Ein falscher Planungsentschluss ist gemeint. Welche Verbindungen sind möglich? A: einen Fehler machen. B: einen Fehler begehen.
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A und B sind möglich.
Die Bedeutung Fehlgriff lässt beide belegten Verbindungen zu.
A: „Was ist bei der Planung passiert?“ B: „Wir haben einen Fehler ___.“ Ergänze das Partizip von begehen.
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begangen
Die Aufgabe verlangt ausdrücklich die Form des Verbs begehen.
Ergänze das Partizip von machen: Ich habe beim Abschreiben einen Fehler ___.
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gemacht
Das vorgegebene schwache Verb hat das Partizip gemacht.
Verbessere nur die Verbform: Wir haben einen Fehler begehen.
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Wir haben einen Fehler begangen.
Nach haben wird hier das Partizip benötigt.
Warum ist die Regel „Begehen beweist, dass eine Straftat vorliegt“ zu streng?
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Einen Fehler begehen kann einen falschen Entschluss oder Fehlgriff bezeichnen, ohne damit eine Straftat zu behaupten.
Die Bedeutung des gesamten Zusammenhangs zählt.
Was ändert sich zwischen „Wir haben einen Fehler gemacht“ und „Wir haben den Fehler korrigiert“?
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Der erste Satz meldet die Unrichtigkeit beziehungsweise den Fehlgriff; der zweite meldet die Berichtigung.
Korrigieren bezeichnet einen anderen Handlungsschritt.
Häufige Fragen
Ist einen Fehler begehen richtig?
Ja. Die Verbindung ist etwa für einen Fehlgriff belegt und bedeutet nicht automatisch eine Straftat.
Wie heißt das Perfekt?
Zum Beispiel: Wir haben einen Fehler gemacht oder Wir haben einen Fehler begangen.
