Die gemeinte Bedeutung erkennen
Verbieten bedeutet im hier betrachteten Sinn, etwas für nicht erlaubt zu erklären beziehungsweise zu verlangen, dass es unterlassen wird. Untersagen kann ebenfalls eine solche Anordnung bezeichnen. Ein Schild kann daher den Zutritt als verboten oder als untersagt bezeichnen. Beide Aussagen sprechen über fehlende Erlaubnis und sind keine bloße Empfehlung, etwas lieber nicht zu tun.
Welche Person eine Regel aufstellt und wie sie tatsächlich gilt, ergibt sich aus dem konkreten Zusammenhang. Das Verb allein macht aus einer privaten Mitteilung kein Gesetz. Umgekehrt ist verbieten nicht auf private Gespräche begrenzt. Für eine Wortwahlübung reicht eine erfundene Regel, ohne echte Befugnisse oder rechtliche Folgen zu behaupten.
| Wort | Gemeinter Schwerpunkt |
|---|---|
| verbieten | Etwas als nicht erlaubt erklären |
| untersagen | Anordnen, dass etwas unterlassen wird |
Einzelne Beiträge, Transkript und Audiodateien
Die Regel verbietet den Zutritt ohne Begleitung. Den Teilnehmenden wird das Filmen untersagt.
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Die Wörter im vollständigen Satz verwenden
Lerne jemandem etwas verbieten und jemandem etwas untersagen. Die Person steht im Dativ, die Sache im Akkusativ: den Gästen den Zutritt untersagen. Ein zu-Infinitiv kann die Handlung ausdrücken: jemandem verbieten, den Raum zu betreten. Die Formen unterscheiden sich: verbietet, verbot, hat verboten; untersagt, untersagte, hat untersagt. Beide bleiben in diesen Verwendungen ungetrennt. Das Partizip von verbieten lautet nicht verbietet.
Die Regel verbietet den Zutritt ohne Begleitung.
Die Einschränkung ohne Begleitung ist Teil der Aussage.
Den Teilnehmenden wird das Filmen untersagt.
Den Teilnehmenden steht im Dativ.
Überschneidung und Grenzen beachten
Achte besonders auf den Unterschied zwischen Verbot und fehlender Notwendigkeit. Es ist nicht nötig, hier zu warten verbietet das Warten nicht. Es ist verboten, hier zu warten tut dies im gemeinten Erlaubnissinn ausdrücklich. Auch eine Verneinung des Verbs verändert die Aussage: nicht untersagt ist nicht dieselbe Formulierung wie ausdrücklich angeordnet. Benenne eine Pflicht deshalb zusätzlich, wenn sie wirklich gemeint ist.
Ein erfundener Austausch zum Anwenden
A: „Dürfen wir in diesem Übungsraum essen?“ B: „Nein, die erfundene Hausregel untersagt das Essen hier.“ A: „Dann ist es also verboten, hier zu essen.“ B: „Genau; die Pause machen wir draußen.“
Schreibe anschließend zwei gleichbedeutende Hinweise mit den beiden Verben. Behalte den Ort hier und die Handlung essen bei. Prüfe dann einen dritten Satz mit nicht nötig. Erkläre, weshalb dieser dritte Satz allein keine passende Umschreibung des Verbots ist. So trennst du die Wortwahl von einer anderen wichtigen Bedeutungsfrage.
Sechs Aufgaben mit erklärten Antworten
Lies die Situation und das Schreibziel. Eine Modellantwort zeigt eine mögliche Formulierung; andere gleichbedeutende Antworten sind bei offenen Aufgaben ebenfalls möglich.
Gemeint ist ausdrücklich fehlende Erlaubnis. Ist nicht nötig eine sichere gleichbedeutende Umschreibung für verboten?
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Nein.
Fehlende Notwendigkeit ist kein Verbot.
A: „Was hat die Leitung getan?“ B: „Sie hat das Filmen ___.“ Verwende verbieten im Partizip.
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verboten
Die starke Form lautet verboten.
Warum entscheidet das Wort untersagen allein nicht, ob eine Mitteilung ein Gesetz ist?
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Die tatsächliche Regelquelle und Geltung kommen aus dem Zusammenhang.
Eine Wortbedeutung allein legt keine rechtliche Befugnis fest.
Ergänze: Die Regel ___ das Essen hier. Verwende untersagen im Präsens.
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untersagt
Das Verb ist regelmäßig.
Welcher Fall ist den Gästen in den Gästen den Zutritt verbieten?
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Dativ
Die Gäste sind der betroffene Empfänger.
Sind verbieten und untersagen im Verbotsinn grundsätzlich gegensätzlich?
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Nein.
Sie können dieselbe fehlende Erlaubnis ausdrücken.
Häufige Fragen
Ist untersagen immer stärker als verbieten?
Eine allgemeine Stärkeskala ergibt sich nicht aus den Verben allein.
Wie lauten die Partizipien?
Verboten und untersagt.
