Tod benennt etwas: der Tod, des Todes
Das Nomen hat den Artikel der. Es kann ein Adjektiv bei sich haben und in verschiedenen Fällen stehen. An der Form des Todes erkennst du das d besonders deutlich. Auch nach einem Possessivwort bleibt es ein Nomen: ihr Tod, sein Tod.
Als Probe kannst du eine passende Nominalgruppe bilden: der plötzliche Tod, nach dem Tod. Das ist eine Hilfe zur Wortart, keine Aufforderung, jeden Satz genau so umzustellen. Ein Artikel muss nicht direkt neben dem Nomen stehen.
Im letzten Kapitel wird der Tod des Königs erwähnt.
Die Nominalgruppe benennt ein Ereignis in der Geschichte.
Nach ihrem Tod wurde das Tagebuch veröffentlicht.
Ihrem zeigt den Bezug an; Tod bleibt ein großgeschriebenes Nomen.
Der Erzähler beschreibt die Ursache des Todes nicht.
Die verlängerte Form Todes enthält ebenfalls d.
Tot beschreibt einen Zustand
Das Adjektiv tot kann nach sein stehen oder ein Nomen näher beschreiben. Nach sein bleibt es in diesen Beispielen ohne Endung. Vor einem Nomen erhält es die passende Adjektivendung. Die Formen tote, totes und toten zeigen das t des Wortstamms.
Vergleiche dabei die ganze Aussage. Der Tod des Vogels ist eine Nominalgruppe. Der Vogel ist tot ist ein vollständiger Satz mit einer Zustandsbeschreibung. Dieselbe Situation kann also mit beiden Wörtern beschrieben werden, aber der Satzbau ändert sich.
| Wort | Aufgabe | Hilfreiche Form |
|---|---|---|
| Tod | Nomen: etwas benennen | des Todes |
| tot | Adjektiv: Zustand beschreiben | ein totes Blatt |
In der Erzählung ist der alte Baum bereits tot.
Tot steht nach ist und beschreibt den Baum.
Auf der Zeichnung liegt ein totes Blatt neben einer Feder.
Das Adjektiv steht vor Blatt und hat die Endung -es.
Die Kinder finden im Roman einen toten Käfer.
Toten passt zur Nominalgruppe einen toten Käfer.
Großes T allein reicht als Entscheidung nicht
Aus dem Adjektiv können substantivierte Formen entstehen, zum Beispiel der Tote oder eine Tote. Sie bezeichnen hier eine verstorbene Person. Deshalb ist die Regel „Alles mit großem T wird Tod geschrieben“ falsch. Prüfe zusätzlich die Form: Tote enthält weiterhin t.
Auch am Satzanfang wird ein Adjektiv großgeschrieben. Das ändert weder seine Wortart noch den letzten Buchstaben. In übertragener Verwendung kann tot außerdem ausdrücken, dass etwas nicht mehr funktioniert. Du entscheidest dann ebenfalls nach der grammatischen Aufgabe, nicht nach einem Gegensatz Mensch gegen Gegenstand.
Der Tote wird im Kriminalroman erst spät identifiziert.
Tote wird wie ein Nomen verwendet und großgeschrieben; es stammt vom Adjektiv tot.
Seit dem Gewitter ist die Telefonleitung tot.
Übertragen: Die Leitung funktioniert nicht. Das Wort ist ein Adjektiv.
So prüfst du deine Schreibweise
Lies zuerst den vollständigen Satz. Kannst du an dieser Stelle eine Form wie des Todes erkennen, brauchst du das Nomen. Beschreibst du nach sein einen Zustand oder passt eine verlängerte Adjektivform wie tote, brauchst du tot beziehungsweise die passende Endung.
Kontrolliere anschließend Großschreibung und Endung getrennt. So vermeidest du zwei Fehler auf einmal: ein kleingeschriebenes Nomen und ein Adjektiv mit falschem d. Die Verbindung ist tot besteht aus zwei Wörtern; das Zustandswort selbst ist keine Vergangenheitsform eines Verbs.
Übe die Wortwahl
Ergänze die Lücke. Verwende Tod oder tot; wo die Aufgabe es nennt, eine passende Form daraus. Die Hinweise legen die gemeinte Bedeutung fest.
Ein literarisches Ereignis wird benannt: Der ___ der Königin verändert die Handlung.
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Tod
Der Tod ist der Kern der Nominalgruppe und wird mit d und großem T geschrieben.
Ein Zustand wird beschrieben: Der Baum im Märchen ist ___ .
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tot
Nach ist beschreibt das Adjektiv den Zustand. Es endet auf t.
Ergänze eine Genitivform des Nomens: Die Umstände des ___ bleiben im Roman unklar.
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Todes
Der Genitiv kann des Todes oder des Tods lauten. Beide Formen sind hier möglich.
Ebenfalls möglich
- Tods
Ergänze die Adjektivform: Auf dem Bild siehst du einen ___ Baum.
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toten
Das Adjektiv vor Baum erhält nach einen die Endung -en; der Stamm endet auf t.
Eine verstorbene männliche Person ist gemeint: Der ___ hatte im Krimi einen falschen Namen benutzt. Verwende die substantivierte Form von tot.
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Tote
Die substantivierte Form heißt der Tote. Sie wird großgeschrieben und behält t.
Das Gerät hat keine Verbindung: Die Leitung ist seit gestern ___ .
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tot
Hier steht tot übertragen für nicht mehr funktionierend. Es bleibt ein Adjektiv.
Häufige Fragen
Warum hört man den Unterschied zwischen Tod und tot nicht?
Im Standarddeutschen klingt das d am Ende von Tod stimmlos. Deshalb klingen die beiden Grundformen gleich. Zum Schreiben helfen Wortart und verlängerte Formen wie Todes und tote.
Ist der Tote dasselbe wie der Tod?
Nein. Der Tote bezeichnet eine verstorbene männliche Person. Der Tod benennt das Ende des Lebens. Vergleiche bei der Schreibweise nicht nur den Großbuchstaben, sondern auch Bedeutung und Endung.
