Für: eine Dauer ansetzen
„Ich miete den Raum für einen Monat.“ Für nennt hier den Zeitraum, für den die Nutzung vorgesehen ist. Die Wortgruppe steht im Akkusativ: für einen Monat, für eine Woche, für zwei Tage. Der Satz allein sagt noch nicht, an welchem Datum der Zeitraum beginnt.
Für kann auch in einer vergangenen Erzählung stehen: „Im letzten Sommer mietete ich einen Raum für einen Monat.“ Der vergangene Bezug macht die Präposition nicht falsch. Die Zeitangabe setzt eine begrenzte Dauer an, statt aus sich heraus Fortdauer bis heute zu behaupten.
| Absicht | Muster | Eigener Satz |
|---|---|---|
| Vorgesehener Zeitraum | für + Akkusativ | Ich miete den Raum für einen Monat. |
| Dauer bis zum Bezugspunkt | seit + Dativ | Ich lerne seit einem Monat hier. |
| Frühere begrenzte Dauer | für ist ebenfalls möglich | Damals blieb ich für zwei Wochen dort. |
Einzelne Beiträge, Transkript und Audiodateien
Ich wohne seit zwei Jahren hier. Ich bleibe für zwei Wochen.
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Seit: eine begonnene Dauer reicht weiter
„Ich besuche den Kurs seit einem Monat.“ Im gewöhnlichen Gegenwartsbezug begann der Kursbesuch früher und hält jetzt an. Die Nominalgruppe steht im Dativ: seit einem Monat, seit einer Woche. Die vorgegebene fortbestehende Situation wird natürlich im Präsens beschrieben.
Seit kann auch einen Anfangspunkt nennen, etwa seit Montag. In einer Erzählung kann der Bezugspunkt selbst vergangen sein. Die zentrale Frage lautet dann weiterhin, ob der Zustand an diesem Bezugspunkt noch besteht, nicht ob jeder Satz zwingend vom heutigen Tag handelt.
Nicht mehr aus dem Satz folgern, als darin steht
A: „Für wie lange mietest du den Raum?“ B: „Für einen Monat.“ A: „Und wie lange lernst du schon hier?“ B: „Seit einem Monat.“ Die Antworten betreffen verschiedene Fragen, obwohl die Zahl identisch ist.
„Ich bin für zwei Wochen hier“ kann eine vorgesehene Gesamtdauer beschreiben. Daraus folgt nicht, dass bereits zwei Wochen vergangen sind. „Ich bin seit zwei Wochen hier“ behauptet dagegen im gewöhnlichen Jetztbezug bereits verstrichene und noch fortbestehende Anwesenheit. Kontrolliere bei einer Umformung deshalb, ob du eine Planung oder einen Rückblick mitteilst. Eine sinnvolle alternative Formulierung muss diese zeitliche Information bewahren.
Die Wortwahl im Zusammenhang üben
Löse die sechs Aufgaben vor dem Öffnen der Erklärung. Beachte die ausdrücklich genannte Bedeutung und Form. Offene Erklärungen sind Modellantworten; sinngleiche Formulierungen sind ebenfalls möglich.
Ein Nutzungszeitraum ist für die Zukunft vorgesehen. Ergänze für oder seit: Ich miete den Raum ___ einen Monat.
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für
Die Aufgabe nennt die vorgesehene Dauer im Akkusativ.
A: „Wie lange lernst du schon hier und weiterhin?“ B: „___ einem Monat.“
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Seit
Die Dauer reicht vom früheren Beginn bis jetzt.
Ergänze den unbestimmten Artikel: für ___ Monat.
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einen
Für verlangt Akkusativ; Monat ist maskulin.
Ergänze den unbestimmten Artikel: seit ___ Monat.
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einem
Seit verlangt Dativ.
Warum ist „Für kann nie in einer vergangenen Erzählung stehen“ falsch?
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Für kann auch dort eine begrenzte Dauer nennen, zum Beispiel: Damals blieb ich für zwei Wochen dort.
Ein anderer passender Vergangenheitssatz ist ebenfalls möglich.
Was unterscheidet im gewöhnlichen Jetztbezug „Ich bin für zwei Wochen hier“ von „Ich bin seit zwei Wochen hier“?
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Für kann die vorgesehene Gesamtdauer nennen. Seit beschreibt bereits vergangene Anwesenheitsdauer, die jetzt noch anhält.
Eine sinngleiche Erklärung reicht.
Häufige Fragen
Heißt es für oder seit einem Monat?
Bei seit steht einem Monat im Dativ. Für verlangt hier einen Monat im Akkusativ und nennt eine anders betrachtete Dauer.
Ist für nur Zukunft?
Nein. Auch ein vergangener Satz kann eine mit für genannte begrenzte Dauer enthalten.
