Die gemeinte Bedeutung erkennen
Erlauben beschreibt im gewöhnlichen Erlaubnissinn, dass jemand zustimmt und die Handlung tun darf. Gestatten kann dies ebenfalls ausdrücken, häufig in einer förmlichen Formulierung. Ein Hinweis wie Fotografieren ist gestattet kann inhaltlich dieselbe Erlaubnis vermitteln wie Fotografieren ist erlaubt. Die konkrete Regel darfst du nicht allein aus einem vermeintlichen Bedeutungsgefälle der Verben ableiten.
Gestatten begegnet auch in höflichen Wendungen, wenn jemand eine Frage oder Bemerkung ankündigt. Erlauben kann ebenfalls in einer höflichen Bitte vorkommen. Keines der Wörter ist ausschließlich auf ein amtliches Dokument oder auf ein privates Familiengespräch beschränkt.
| Wort | Gemeinter Schwerpunkt |
|---|---|
| erlauben | Zustimmen, dass jemand etwas tun darf |
| gestatten | Ebenfalls zustimmen; auch förmliche und höfliche Verwendungen |
Einzelne Beiträge, Transkript und Audiodateien
Die Kursleiterin erlaubt uns, die Wörterbücher zu benutzen. Die Umstände gestatten eine kurze Pause.
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Die Wörter im vollständigen Satz verwenden
Die Grundmuster lauten jemandem etwas erlauben beziehungsweise gestatten und jemandem erlauben beziehungsweise gestatten, etwas zu tun. Der Empfänger steht im Dativ: mir, dir, der Besucherin. Die genehmigte Handlung kann als Nomen oder als zu-Infinitiv erscheinen. Beide Verben sind regelmäßig: hat erlaubt und hat gestattet. Die Vorsilben werden hier nicht abgetrennt und das Partizip erhält kein zusätzliches ge-.
Die Kursleiterin erlaubt uns, die Wörterbücher zu benutzen.
Uns steht als Empfänger im Dativ.
Die Umstände gestatten eine kurze Pause.
Hier werden die Voraussetzungen für die Pause beschrieben.
Überschneidung und Grenzen beachten
Nicht jede Verwendung meint eine persönliche Zustimmung. Wenn Zeit oder Umstände etwas erlauben beziehungsweise gestatten, wird eine Möglichkeit oder Voraussetzung beschrieben. Der Satz sagt dann nicht, dass die Zeit als Person einen Antrag unterschreibt. Auch sich etwas erlauben hat eigene Verwendungen. Lies daher das Subjekt, eine mögliche Verneinung und die ganze Ergänzung mit. Aus nicht erlaubt folgt etwas anderes als aus nicht erforderlich.
Ein erfundener Austausch zum Anwenden
A: „Ist es erlaubt, hier ein Foto zu machen?“ B: „Ja, Fotografieren ist gestattet. Bitte ohne Blitz.“ A: „Danke, dann halte ich mich daran.“
Im erfundenen Austausch stimmen die beiden Verben im Erlaubnissinn überein; die Einschränkung ohne Blitz bleibt wichtig. Schreibe danach einen eigenen Hinweis mit gestattet und formuliere dieselbe Erlaubnis mit erlaubt. Bewahre sowohl die Handlung als auch jede genannte Bedingung. Ein höflicherer Ton darf den Inhalt nicht unbemerkt erweitern.
Sechs Aufgaben mit erklärten Antworten
Lies die Situation und das Schreibziel. Eine Modellantwort zeigt eine mögliche Formulierung; andere gleichbedeutende Antworten sind bei offenen Aufgaben ebenfalls möglich.
Fotografieren ist ausdrücklich erlaubt. Ist gestattet im selben Erlaubnissinn möglich?
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Ja.
Die Verben können dieselbe Zustimmung ausdrücken.
A: „Erlauben Sie ___ eine Frage?“ B: „Bitte.“ Ergänze das Dativpronomen für ich.
Antwort und Erklärung anzeigen
mir
Der Empfänger der Erlaubnis steht im Dativ.
Warum muss beim Umschreiben von erlaubt zu gestattet die Bedingung ohne Blitz erhalten bleiben?
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Sie begrenzt die Erlaubnis und gehört zur Aussage.
Ein Wortwechsel darf die erlaubte Handlung nicht ausweiten.
Bilde das Partizip II von gestatten.
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gestattet
Die regelmäßige Form hat hier kein zusätzliches ge-.
Gibt es allein durch gestatten immer eine stärkere Rechtswirkung?
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Nein.
Die Wortwahl allein bestimmt keine solche Verbindlichkeitsskala.
Ist in Wenn es die Zeit erlaubt die Zeit eine tatsächlich zustimmende Person?
Antwort und Erklärung anzeigen
Nein.
Erlauben beschreibt hier eine gegebene Möglichkeit beziehungsweise Voraussetzung.
Häufige Fragen
Kann erlauben höflich formuliert sein?
Ja. Auch mit erlauben lassen sich höfliche Fragen und Bitten bilden.
Welcher Fall steht bei jemandem etwas gestatten?
Der Empfänger steht im Dativ; die gestattete Sache kann im Akkusativ stehen.
